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stern-Umfrage: Fast 60 Prozent wollen überparteilichen Bundespräsidenten

Bitte keinen Zwist: Bei der Wahl des nächsten Bundespräsidenten sollten sich die Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen - so wünscht es sich laut einer stern-Umfrage die Mehrheit der Deutschen.

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Joachim Gauck bei seiner Vereídigung 2012: Sein Nachfolger als Bundespräsident sollte von allen Parteien getragen werden, so der Wunsch der Deutschen

Klare Sache: 58 Prozent der Deutschen würden es nach einer Forsa-Umfrage für den begrüßen, wenn sich die Parteien zur Wahl des nächsten Bundespräsidenten im kommenden Jahr auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen könnten. Auch Joachim Gauck, der auf eine zweite Amtszeit verzichtet, war 2012 nach dem Rücktritt von Christian Wulff von der SPD, den Grünen, der FDP und der Union aus CDU und CSU unterstützt und mit großer Mehrheit zum Staatsoberhaupt gewählt worden.

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Nur eine Minderheit von 33 Prozent plädiert dafür, dass einzelne Parteien oder Lager eigene Kandidaten aufstellen. Wenn sich dann zum Beispiel , Grüne und Linke auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen würden, hätte das für 75 Prozent keinen Einfluss auf ihre Entscheidung bei der wenige Monate später anstehenden Bundestagswahl.

Frau oder Mann als Bundespräsident - egal

82 Prozent der Bundesbürger wäre es egal, ob ein Mann oder eine Frau ins Schloss Bellevue einzieht - entscheidend sei, dass das Land gut repräsentiert wird. Dieser Meinung schließen sich auch 81 Prozent der weiblichen Befragten an. Dass der künftig nicht mehr von der Bundesversammlung, sondern vom Volk direkt gewählt werden sollte, befürwortet immer noch eine Mehrheit von 56 Prozent - sie ist aber seit 2007 um insgesamt 14 Prozentpunkte kleiner geworden.