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Letzte Befragung im Bundestag "Sollte es auch weiterhin eine Kanzlerin geben?" – gewitzte Frage an Merkel sorgt für Lacher

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Rahmen ihrer letzten Fragestunde im Bundestag am Mittwoch in Berlin unterschiedlichen Themen der Abgeordneten gestellt. Merkel nutzte die Gelegenheit unter anderem auch, um das ungarische Gesetz zu kritisieren, das vorsieht, dass Materialien an Schulen über Homosexualität und Geschlechtsumwandlungen zensiert werden sollen: MDB BEATRIX VON STORCH (AFD): "Unterstützen Sie diese Linie der Kommission gegen den souveränen, demokratischen Staat Ungarn?" O-TON BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL: "Also, erst einmal halte ich dieses Gesetz für falsch und auch mit meiner Vorstellung von Politik nicht vereinbar. Wenn man homosexuelle, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften erlaubt, aber die Aufklärung darüber an anderer Stelle einschränkt, dann hat das auch mit Freiheit von Bildung und ähnlichem zu tun. Das ist für mich etwas, was ich politisch ablehne." MDB OLIVER KRISCHER (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): "Was würden Sie Ihrer Nachfolgerin oder Ihrem Nachfolger damit auf den Weg geben, was man im Klimaschutz tun muss?" BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL: "Aber die Zeit drängt wahnsinnig und ich kann die Ungeduld der jungen Leute verstehen. Also, genug ist es angesichts der objektiven Situation noch nicht. Aber es ist viel passiert und mit einem höheren Tempo, als 1997 sozusagen auf der Agenda stand." MDB ULLE SCHAUWS (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): "Deswegen frage ich Sie: Ist das aus ihrer persönlichen Sicht ausreichend? Mit diesem Anteil von Frauen im Bundestag?" BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL: "Das Problem eines größeren Frauenanteils beginnt früher. Es beginnt nicht erst mit der Listenaufstellung. Und ich kann eine wunderbare Liste haben, und trotzdem keine Frauen im Parlament. Und deshalb muss man da anders ansetzen. Und diese Ansätze sind nicht so ganz einfach, wie man manchmal glauben machen möchte. Ich bin absolut nicht zufrieden und ich werde auch erst zufrieden sein, wenn das 50:50 ist." MDB ULLE SCHAUWS (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): "Und sind Sie mit mir der Meinung, dass es deswegen nicht am besten wäre, dass es in diesem Land auch weiterhin eine Kanzlerin geben soll?" BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL: "Schauen Sie, ich bin der Meinung, dass nach 16 Jahren Angela Merkel die Bürgerinnen und Bürger mündig genug sind, ihre Entscheidung zu treffen, wen sie als Kanzler möchten oder als Kanzlerin."
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das ungarische Gesetz deutlich kritisiert, das Materialien über Homosexualität und Geschlechtsumwandlungen an Schulen zensiert. Bei ihrer letzten Befragung sorgte aber eine andere Politikerin für Erheiterung.

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