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KSK-Gründungsmitglied: "Reichsbürger"-Verdacht: Bundeswehr soll Elitesoldaten suspendiert haben

Medienberichten zufolge sollen Telefonate des Soldaten abgehört worden sein. Außerdem habe er in sozialen Medien rechtsextremistisches Gedankengut verbreitet.

Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) trainieren (Symbolbild)

Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) trainieren (Symbolbild)

DPA

Die Bundeswehr hat Medienberichten zufolge einen Soldaten der Elitetruppe KSK unter Rechtsextremismusverdacht suspendiert. Wie die "Bild"-Zeitung und der "Spiegel" berichteten, wurde gegen den Oberstleutnant ein Dienst- und Uniformverbot ausgesprochen.

Der "Bild"-Zeitung zufolge fiel das KSK-Gründungsmitglied im Zuge der Ermittlungen gegen den rechtsextremen Bundeswehrsoldaten Franco A. auf, der einen Anschlag geplant haben soll. In überwachten Telefonaten soll der KSK-Soldat sinngemäß gesagt haben, der Staat habe die Lage aufgrund der großen Zahl von Flüchtlingen nicht mehr im Griff. Deshalb müssten die Dinge nun selbst in die Hand genommen werden.    

Bundeswehr-Soldat soll Gedankengut sogenannter "Reichsbürger" wiedergegeben haben

Dem "Spiegel" zufolge wird gegen den Oberstleutnant wegen der Verbreitung von "Rechtsextremismus in den sozialen Medien" ermittelt. Demnach war er aufgefallen, da er in einer geschlossenen Facebook-Gruppe Meinungsbeiträge postete, die das Gedankengut der sogenannten "Reichsbürger" wiedergaben.    

Der Oberstleutnant habe in den Einträgen zum Beispiel die Abschaffung des Bundespräsidentenamts gefordert. "Reichsbürger" lehnen die Bundesrepublik als Staat ab und erkennen die Regierung nicht an.

vit / AFP