Deutsche Irak-Geiseln Zweites Ultimatum abgelaufen


Das Schicksal der zwei entführten Deutschen im Irak bleibt ungewiss: Das zweite Ultimatum der Entführer ist abgelaufen. Die Bemühungen um die Geiseln werden durch die jüngsten Bombenattentate im Irak erschwert.

Auch nach dem Auslaufen des Ultimatums der Entführer bleibt das Schicksal von zwei Deutschen im Irak weiter ungewiss. "Der Krisenstab bemüht sich weiterhin rund um die Uhr um die unversehrte Freilassung der Geiseln", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die zweite Frist der Entführer war in der Nacht zum 13.April abgelaufen. Zuvor hatte die Bundesregierung bekräftigt, sich nicht erpressen zu lassen. Die Geiselnehmer fordern, die Bundeswehr aus Afghanistan abzuziehen. Andernfalls würden die Geiseln getötet. Ein erstes Drohvideo mit der gleichen Frist und Forderung war bereits im März veröffentlicht worden.

Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Bundestags, Ruprecht Polenz, erklärte, die Bemühungen um die Freilassung der beiden Anfang Februar verschleppten Deutschen werde durch die unsichere Lage im Irak erschwert. Mit dem Zünden einer Bombe im Parlamentsgebäude in Bagdad hatte die Anschlagsserie im Irak einen neuen Höhepunkt erreicht.

Reuters Reuters

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