DGB-Chef Sommer Geld oder Randale


DGB-Chef Michael Sommer heizt die Stimmung beim Konjunkturgipfel im Kanzleramt an. Er fordert weitaus mehr Geld für die Ankurbelung der Konjunktur als bislang vorgesehen. Andernfalls, so warnt der Gewerkschaftsboss, drohten soziale Unruhen.

Im Kampf gegen die Krise hat DGB-Chef Michael Sommer weitere Konjunkturmaßnahmen und Investitionen im Umfang von 100 Milliarden Euro gefordert. Hinzu kämen dann noch Mittel für die Rettung von Firmen, etwa des Autobauers Opel, sagte Sommer am Mittwoch im "ZDF-Morgenmagazin". Nötig seien unter anderem eine Ausweitung des Kurzarbeitergelds, Konjunkturanreize wie die Abwrackprämie, aber auch Konsumanreize für kleine und mittlere Einkommen. Hinzu kommen müssten strukturelle Maßnahmen etwa zur Modernisierung des Bildungssystems.

Sollte es bei dem heutigen Konjunkturgipfel im Kanzleramt keine Einigung geben, sieht Sommer schlimme Konsequenzen: "Wenn sie sich nicht dazu verständigen, alles zu unternehmen, mit den Gewerkschaften zusammen, mit den Betriebsräten zusammen Beschäftigungen zu stabilisieren, dann drohen auch in diesem Land wirklich soziale Unruhen." Dabei stünden die Unternehmen in besonderer Verantwortung: "Entweder sie werden dieser Verantwortung gerecht, oder sie müssen dann die Folgen auch tragen."

Sommer nimmt neben Experten und Wirtschaftslenkern an dem Konjunkturgipfel teil. Den Forderungen nach weiteren Konjunkturmaßnahmen haben Merkel und auch Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier jedoch bereits eine Absage erteilt.

AP/DPA AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker