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Drei Säuglinge sterben in Uniklinik Mainz Regierungskoalition will bundesweite Hygiene-Vorschriften


Tod durch verunreinigte Säuglingsnahrung: Während die Ermittler noch auf die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen warten, fordert die Politik Konsequenzen. Bundesweit einheitliche Regeln sollen die Hygiene an deutschen Kliniken verbessern. Am Montagabend ist unterdessen ein drittes Baby gestorben.

Nach der Infektion von elf Säuglingen mit Darmbakterien in Flüssignahrung an der Uniklinik Mainz plant die Koaltion nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" neue Hygiene-Regeln für die deutschen Krankenhäuser. In einem Gespräch mit der Zeitung (Dienstag) sagte FDP-Bundestagfraktionsvize Ulrike Flach: "Wir haben auf dem Gebiet der Krankenhaus-Hygiene ein großes Problem, auf das der Gesetzgeber dringend reagieren muss." Bis zu 600 000 Menschen würden sich in deutschen Kliniken jährlich mit Krankheitserregern infizieren. "Bis zu 40 000 Patienten sterben jedes Jahr an diesen Infektionen."

Die FDP-Fraktion werde deshalb nach der Sommerpause die Initiative für eine bundesweite Regelung ergreifen, kündigte die gesundheitspolitische Sprecherin der Liberalen an. Flach kritisierte, die eigentlich für diesen Bereich zuständigen Länder hätten bisher bis auf wenige Ausnahmen keine Hygiene-Verordnungen für Krankenhäuser erlassen.

Ähnlich äußerte sich der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), in der Zeitung: "Es ist höchst unbefriedigend, dass trotz lange bekannter Defizite bei der Hygiene in Krankenhäusern bisher wenig passiert ist." Sowohl die zuständigen Länder als auch die Kliniken hätten ihre Hausaufgaben nicht ausreichend gemacht.

DPA DPA

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