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Ehemaliger CDU-Generalsekretär äußert sich zur Kandidatur von Laschet und Röttgen: "Rennen um NRW-Landesvorsitz offen"

Nach dem früheren NRW-Integrationsminister Laschet will auch Bundesumweltminister Röttgen für den CDU-Landesvorsitz kandidieren. Nach den Worten des früheren CDU-Generalsekretärs Ruprecht Polenz ist das Rennen noch offen.

Das Rennen um den CDU-Landesvorsitz in Nordrhein- Westfalen ist nach den Worten des früheren CDU-Generalsekretärs Ruprecht Polenz noch offen. "Wie die 160 000 Mitglieder der CDU Nordrhein-Westfalen über die Frage denken, glaube ich, wird man erst bei den Regionalkonferenzen und durch die Mitgliederbefragung wissen", sagte Polenz in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Die beiden Kandidaten Norbert Röttgen und Armin Laschet "sind politisch recht eng beieinander". Beide gehörten zu den Modernisierern in der CDU. "Ich halte das Rennen für offen", sagte Polenz, der Beisitzer im CDU-Landesvorstand ist.

Nach dem früheren NRW-Integrationsminister Laschet will auch Bundesumweltminister Röttgen für den CDU-Landesvorsitz kandidieren. Polenz sieht keinen Nachteil für Röttgen in der Distanz von Berlin zu NRW. "Auf der einen Seite müsste Röttgen sicherlich für den Fall einer Wahl eine zusätzliche Präsenz und auch thematische Präsenz in Nordrhein-Westfalen organisieren und sich natürlich auch um die nordrhein-westfälische Partei kümmern", sagte der Bundestagsabgeordnete aus Münster. "Andererseits hat er als Bundesumweltminister den Vorteil eines bundesweiten Bekanntheitsgrades, der ihm natürlich auch in Nordrhein-Westfalen enorm nützt."

Der frühere CDU-Generalsekretär hält beide Bewerber für wichtig in der Landes- und der Bundespartei. "Alle Beteiligten wissen, dass wir beide brauchen. Die Frage ist jetzt, in welchen Positionen", sagte Polenz. "Norbert Röttgen als auch Armin Laschet sind sowohl für die nordrhein-westfälische CDU wie für die Bundespartei wichtige Politiker. Wir können es uns auch gar nicht leisten, jetzt auf jemanden zu verzichten." Nach seiner Einschätzung sei es aber kein Schaden, "wenn jemand in einem innerparteilichen Wettbewerb unterliegt". Der CDU-Landesvorstand will Ende August über das Verfahren für die Wahl des Landesvorsitzenden entscheiden.

DPA / DPA