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Erneut Rücktrittsforderungen an Westerwelle Niedersachsens Liberale begehren auf


Die Luft an der Spitze wird für Guido Westerwelle immer dünner. Am Dienstag haben sich nun auch zwei niedersächsische Liberale für den Rücktritt des FDP-Parteichefs ausgesprochen.

Trotz der Appelle aus der Parteispitze reißen die Rücktrittsforderungen an FDP-Chef Guido Westerwelle aus den eigenen Reihen nicht ab. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" laut Vorab-Bericht aus der Dienstagausgabe, Westerwelle habe Fehler gemacht und müsse einsehen, dass die Ämtertrennung der richtige Weg sei. Der Vizepräsident des niedersächsischen Landtags, Hans-Werner Schwarz, sagte der Zeitung, er halte bei Westerwelle die Konzentration auf ein Amt für einen sinnvollen Weg. Da Westerwelle als Außenminister eine gute Figur abgebe, solle er diese Position weiter ausüben. Es sei aber gleichzeitig sinnvoll, dass beim Parteitag im Mai ein anderer den FDP-Bundesvorsitz übernehme.

Am Montag hatte FDP-Generalsekretär Christian Lindner ein rasches Ende der Personaldebatte gefordert. Die gesamte Partei-Spitze stehe hinter Westerwelle und wolle ihm die Möglichkeit geben, die Partei in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hatte ihre Parteikollegen aufgefordert, die Kritik an Westerwelle einzustellen.

In den vergangenen Tagen war angesichts der schlechten Umfragewerte in der FDP offen über einen Rücktritt Westerwelles vom Amt des Parteichefs debattiert worden. Der Spitzenkandidat aus Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin, hatte ihn im Wahlkampf als "Klotz am Bein" bezeichnet. Westerwelle selbst hatte dazu am Wochenende erklärt, er verlasse das Deck nicht, wenn es stürme. Aus der Parteispitze hieß es am Montag, es bestehe die Gefahr, dass die Diskussion vor dem nahenden Dreikönigstreffen der FDP am 6. Januar in Stuttgart eskaliere.

Reuters Reuters

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