HOME

Forsa-Umfrage zum Terror: Jeder zweite Deutsche fühlt sich bedroht

Jeder zweite Deutsche fühlt sich durch Terroranschläge bedroht – Deutsche bei künftig stärkerer Einmischung des Bundespräsidenten gespalten

Hamburg - Nach den Anschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid fühlen sich 54 Prozent der Deutschen in ihrem Alltag von Terrorattacken bedroht – so eine Forsa-Umfrage im Auftrag des stern. 11 Prozent der Befragten fühlen sich "stark", 43 Prozent "weniger stark" bedroht. Keinerlei Angst vor terroristischen Anschlägen haben nach der Umfrage 46 Prozent der Deutschen.

Die Ankündigung von Horst Köhler, dem Unions/FDP-Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, sich im Fall seiner Wahl stärker als seine Amtsvorgänger in die Politik einmischen zu wollen, stößt bei den Deutschen auf ein widersprüchliches Echo. In einer Forsa-Umfrage für den stern erklärten 46 Prozent der Deutschen, sie hielten das für richtig. Fast ebenso viele, 45 Prozent, lehnen dies ab, sie halten eine stärkere Einmischung des Bundespräsidenten für falsch. Neun Prozent der Befragten hatten hierzu keine Meinung.

In der wöchentlichen Politumfrage von Forsa für stern und RTL konnte die SPD im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt hinzugewinnen, sie kommt jetzt auf 26 Prozent. Die Union gab einen Punkt ab, liegt mit 48 Prozent aber noch immer 22 Prozentpunkte vor der SPD. Die Werte für die kleinen Parteien blieben unverändert: Grüne 12, FDP 6 und PDS 5 Prozent.

Datenbasis für die Terror- und Bundespräsidenten-Frage: 1007 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger am 18. und 19. März, Fehlertoleranz +/- drei Prozentpunkte, Auftraggeber: stern. Datenbasis für die Parteienpräferenz: 2504 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zwischen dem 15. und 19. März. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte, Auftraggeber:stern und RTL. Quelle jeweils: Forsa.