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Geplantes Steuerabkommen: Schäuble will Steuersündern in Singapur an den Kragen

Angeblich transferieren deutsche Steuerflüchtlinge derzeit Milliardenbeträge auf Konten in Singapur. Dagegen will Finanzminister Wolfgang Schäuble durch ein Abkommen mit der Steueroase vorgehen.

Angesichts der Flucht deutscher Steuerhinterzieher nach Singapur strebt die Bundesregierung einem Pressebericht zufolge ein Steuerabkommen mit dem südostasiatischen Stadtstaat an.

Bei einer Reise nach Singapur wolle Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kommende Woche mit der dortigen Regierung über ein Auskunftsabkommen verhandeln, berichtete die "Bild"-Zeitung in ihrer Samstagsausgabe unter Berufung auf Regierungskreise.

Das Abkommen soll dem Bericht zufolge dazu dienen, genaue Kenntnisse über nach Singapur verschobenes Geld deutscher Steuerflüchtlinge zu erhalten.

Hintergrund sei das Steuerabkommen mit der Schweiz, das im Januar 2013 in Kraft treten soll. Angesichts der Offenlegung ihrer Schweizer Konten sind deutsche Steuerflüchtlinge nach Einschätzung von Experten dabei, zweistellige Milliardenbeträge auf Banken in Singapur zu transferieren.

be/AFP / AFP