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"Pack" oder "Gutmensch": Die Frau, die Pegida mag und sich rührend um Flüchtlinge kümmert

Sie fürchtet die "Islamisierung", hat Sympathien für Pegida. Und sie beherbergt seit 15 Monaten syrische Flüchtlinge und hilft, wo sie kann. Ist Kerstin Mager-Baran aus Freital nun "Pack" oder "Gutmensch"?

Von Holger Witzel

Der "kleine Diktator" hat heute gute Laune. Mit dem Spitznamen deuten seine syrischen Eltern zwar an, dass er auch anders kann – wenn er etwa Hunger hat oder müde ist. Aber solange den ganzen Tag zwei blonde Feen um ihn herumtanzen, fühlt sich sogar der eineinhalbjährige Hazim im sächsischen Freital wohl.

Die Feen heißen Tara und Romi, sind fünf und vier Jahre alt – und wenn alles so einfach wäre wie im Garten von Familie Mager-Baran, die Hazims Familie vor über einem Jahr bei sich im Haus aufgenommen hat, müssten sich auch ihre Eltern kaum Sorgen um Integration machen. Hazim grapscht höchstens mal nach einem Spielzeug. Sein erstes Wort überhaupt war ein deutsches "Nein". Die Mädchen nennen ihn "Hazumi" oder "kleiner Bruder". Und doch hat ihre Mutter ein ambivalentes Verhältnis zur "sogenannten Willkommenskultur".

Kerstin Mager-Baran, 44, meint damit weniger die bösen Blicke auf dem Weg zum Netto, die Hazims Mutter mit ihrem Kopftuch manchmal auf sich zieht. Auch nicht die fremdenfeindlichen Schmierereien auf fast allen Stromkästen der sächsischen Kleinstadt. Was sie vor allem stört, ist die "von oben verordnete Gesinnungsethik bei diesem Thema". Dass es auf allen Seiten nur Schwarz oder Weiß gebe. "Und jeder sofort als Nazi abgestempelt wird, der dabei nicht ganz auf Linie ist oder gar ein gewisses Verständnis für Pegida hat." Zum Beispiel Leute wie sie.

Kerstin Mager-Baran: "Pack" und "Gutmensch" zugleich?

Wenn alles so einfach wäre, wie sie fürchtet, könnte man Kerstin Mager-Baran als "Pack" und "Gutmensch" zugleich diffamieren. Dass sie in Freital lebt und lange kein Hehl aus ihrer Sympathie für die Dresdner Demonstranten machte, reicht schon für das eine Klischee. Dass sie sich als langjähriges SPD-Mitglied neben ihrer eigenen großen Patchworkfamilie mit insgesamt sechs Kindern auch noch eine syrische Flüchtlingsfamilie ins Haus holte, für das andere. Angefeindet wurde sie bisher allerdings nur von Leuten, die sich selbst für die Guten halten.

Ein Dresdner Künstler kündigte ihr die Facebook-Freundschaft, als er ihr "Like" für Pegida entdeckte. Auch in ihrer Partei musste sich Mager-Baran einiges anhören, wenn sie "Respekt für die Sorgen der Leute" forderte. Ihre Arbeit im Asylbeirat von Freital gab sie auf, weil dort jeder Dialog "mit den Schreihälsen" verweigert wurde, den sie aber wichtig gefunden hätte.

Ibrahim Jeham und seine Frau: "Unsere Syrer"

In der Zwischenzeit war sie längst dabei zu schaffen, wovon alle nur redeten – sogar lange bevor das Angela Merkel für ganz Deutschland propagierte. Und so wurden Ibrahim Jeham, heute 30, und seine Frau Asmaa, 25, für die Familie Mager-Baran zu "unseren Syrern".

Das Pärchen aus Damaskus war 2014 über Libyen und Italien nach Deutschland geflohen. Mehrere Freunde von Ibrahim waren bei Demos erschossen worden, einer starb in seinen Armen. Als ausgebildeter Kommandosoldat musste er damit rechnen, erneut in Assads Armee eingezogen zu werden und selbst zu schießen.

Er wollte nicht ohne seine schwangere Frau gehen und schuftete noch einige Monate in einer türkischen Kleiderfabrik, bis sie zusammen weiterziehen konnten. In München setzte man sie in einen Zug nach Chemnitz. In der Erstaufnahmeeinrichtung kam ihr "kleiner Diktator" zur Welt. Schließlich strandeten sie mit Baby Hazim in einem Heim am Tharandter Wald.

Hier lernten sie im Januar 2015 Familie Mager-Baran aus Freital kennen, die sich noch vor den ersten fremdenfeindlichen Protesten in der Stadt für eine Patenschaft interessierte und zunächst zweimal pro Woche etwas mit ihnen unternahm.

Ibrahim konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mal sagen, wie weit sein Asylverfahren war. Dann kam heraus: Es hatte noch nicht mal begonnen, weil man ihn ohne Antrag warten ließ. Einen Monat später war die Einliegerwohnung bei Familie Mager-Baran mit neuen Möbeln ausgestattet und renoviert, der Dispo ausgereizt. Das Landratsamt war solche private Initiative nicht gewohnt und verbummelte monatelang die vereinbarte Miete.

"Verlogene Asylpolitik, weltfremde Gutmenschen"

Kerstin Mager-Baran und ihr Mann sind nicht reich, nur zwei kleine Selbstständige – sie mit einem Tanzstudio, er mit einem Laden für gebrauchte Technik. Für ihr reiches Land aber, glauben sie, seien die Migranten eigentlich kein Problem. "Man darf die Menschlichkeit nur nicht der verlogenen Asylpolitik oder weltfremden Gutmenschen überlassen", sagt sie. Und man müsse verantwortlich mit allen Ressourcen umgehen, auch den kulturellen. "Wenn Leute anders leben oder unsere Art sogar ablehnen, macht das natürlich auch Angst." 

Sie könnte es sich auch noch einfacher machen und alle Kritiker ihrer "Asylkritik" fragen: Was macht ihr eigentlich so, außer schön reden, am Bahnhof klatschen und alte Pullover in die Turnhalle bringen? Aber weil eben nicht alles so einfach ist, verkneift sie sich das und musste auch zu dieser Geschichte erst überredet werden.

Medien gegenüber ist Kerstin Mager-Baran ohnehin mehr als skeptisch und stellt auf der Straße schon mal Fernsehteams zur Rede, ob das wieder so ein Beitrag über "das Nazi-Nest" Freital werde. Sie sagt nicht "Lügenpresse", sondern spricht ironisch von den "Qualitätsmedien, die nach Political Correctness entscheiden, was gut und richtig ist – DDR light quasi".

Die Sprüche von Lutz Bachmann hält sie nur für "dummes Geschwätz" und kann den Pegida-Anführern und ihrem peinlichen Pathos auch sonst nicht viel abgewinnen. Das Aufgebot der GSG 9 gegen eine "rechte Terrorzelle" in Freital war in ihren Augen dagegen "medienwirksam inszeniert". Aus ihrer Sicht "hat diese Stigmatisierung Methode". Unter 40 000 Einwohnern seien natürlich auch "geistige Analphabeten". Aber selbst eine Handvoll echter Nazis sei noch lange nicht repräsentativ.

"Das hat nichts mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun"

Auch ihren Mann stören die vielen Berichte über Freital: "Der Tenor hat absolut nichts mit unser Lebenswirklichkeit zu tun", sagt Thorsten Mager, 47. Er stammt aus Aachen, ist ein langhaariger Musikertyp und lebt seit 1991 in der Gegend. Er kenne auch hier viele Leute, die Flüchtlingen aktiv helfen, und muss sich doch von seinen alten Kumpels im Rheinland ständig damit aufziehen lassen, wie er es unter all den Fremdenfeinden und Böller-Terroristen aushalte. Es sind fast die gleichen Fragen, die Ibrahim Jeham von Verwandten in Westdeutschland hört, seit der Flüchtlingsstatus seiner kleinen Familie bestätigt ist – und sie sich trotzdem weiter in Freital gut aufgehoben fühlen.

Fremdenfreundliche Pegida-Versteher passen nicht in die jeweiligen Weltbilder, die alles einfach und eindeutig brauchen. Und weil es eben alles nicht so einfach ist, sind Kerstin Mager-Baran solche Schubladen mittlerweile auch egal.
Sie passt da nicht rein. Nirgendwo. Nicht mehr richtig in die SPD "oder" – auf Gabriels obergrenzwertige Kontingent-Wende anspielend – "inzwischen doch wieder?" Nicht mehr richtig zu Pegida, seit sie dort mit dem schwäbischen Ideologen Götz Kubitschek und dem Schulterschluss zu radikaleren Gida-Bewegungen in anderen Städten "einen deutlichen Rechtsruck ausmachte". Vor ein paar Monaten zog sie deshalb ihr "Like" auf Facebook wieder zurück, schämt sich aber trotzdem nicht dafür.

Im Januar trat sie schließlich aus der SPD aus. "Extrem traurig", schrieb sie an den Parteivorstand in Berlin, "die Entwicklung hin zu einer elitär abgehobenen Lobby-Partei, ohne Blick für die Menschen an der Basis und ohne Realitätssinn" könne sie nach 17 Jahren nun nicht mehr mittragen. Vor allem die "scheinheilige Position zur Flüchtlingskrise" sei ein Grund, die Entscheidung für den "Eintritt in das Kriegsgeschehen" in Syrien habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Ganz abgesehen von "dummen Verunglimpfungen" ihres Vorsitzenden, "der für den Bodensatz aus Freital und Heidenau das gleiche Wort benutzt wie diese Menschen für Flüchtlinge". Wer andere als „Pack“ oder "Nazis" diffamiert, glauben Kerstin und Thorsten, mache es ihnen erst recht leicht, sich als Opfer zu fühlen.

Sie sitzen am Außenkamin im Garten, den Ibrahim gemauert hat

Sie haben auch ohne Partei genug zu tun. An Wochentagen fährt das Ehepaar zuerst mit Ibrahim Jeham die drei Kleinsten in die Kita. Für Hazim haben sie dort einen Platz ertrotzt, obwohl alles voll war. Dann setzen sie Jeham in der Volkshochschule ab, wo dessen Frau schon wartet, die meist nicht mit in den Opel Zafira passt. Gemeinsam besuchen die Jehams seit Mitte Januar einen Integrationskurs, auf den sie Monate warten mussten. Die ersten Sprachkurse haben die Mager-Barans privat finanziert. Nachmittags gibt Kerstin ihre Tanzstunden. Ihre Kleinen spielen dann gern unten "bei Hazim". Einmal pro Woche macht seine Mutter Asmaa beim Fitness mit, Ibrahim beim Yoga. Sie kochen oft gemeinsam und sitzen abends am Außenkamin im Garten, den Ibrahim gemauert hat.

Weihnachten haben sie komplett gemeinsam verbracht: Ibrahim und Asmaa Jeham sangen Jingle Bells auf Arabisch. Zeitweise wohnten auch noch ein Bruder von Ibrahim und ein Cousin von Asmaa mit im Haus, bis man ihnen über Freunde eine andere Wohnung besorgte.

Insgesamt betreut Familie Mager-Baran nun mehr als 20 Verwandte und Freunde "ihrer Syrer" beim Umgang mit Behörden und Vermietern. "Wir haben da jetzt eine gewisse Routine und merken trotzdem jeden Tag, wie chaotisch das immer noch läuft." Bei Jehams Familie hat das Verfahren 15 Monate gedauert. Originalpapiere wie Ehe- und Geburtsurkunden, die bei der Erstaufnahme einkassiert wurden, sind irgendwo verschollen.

Ibrahim Jeham hat keine Ausbildung, aber bis 2012 in Syrien "viel gemacht". Er dachte, er könne auch in Deutschland Taxi fahren, als Kellner oder Dolmetscher arbeiten. Doch langsam schwant ihm, dass er mit allen Sprachkursen und einer Ausbildung wahrscheinlich 36 Jahre alt sein wird, bis er "vielleicht als Baggerfahrer" arbeiten kann.

Dolmetscher im Flüchtlingsheim und im Kindergarten

Er dolmetscht ehrenamtlich in Flüchtlingsheimen oder im Kindergarten: Englisch, Arabisch, Türkisch, Turkmenisch, Deutsch. Dabei spricht seine Frau die neue Sprache fast besser als er – ist aber noch sehr schüchtern und mag sich auch nicht fotografieren lassen. Sie wissen beide, dass sie großes Glück haben. "Beste Bedingungen, eine deutsche family, Kontakte", sagt Jeham und will ständig helfen: "Ich weiß nicht, wie ich sonst Danke sagen soll." 

Trotzdem ist auch er oft frustriert vom Warten und staunt wie viele Landsleute, dass sie offenbar doch nicht so willkommen sind oder euphorische Träume an einem deutschen Zertifikat scheitern. "Ich wollte mir eine Zukunft bauen. Alle dachten, in Deutschland bekommen sie Arbeit, ein Haus, ein Auto." Nun fühlt er sich mit 30 "wieder wie ein Kind", das bei allem an die Hand genommen werden muss. "Und jeden Tag kommt in Deutschland Post von Behörden, die nicht mal der Google-Übersetzer versteht." Solche Enttäuschungen, davon ist er ebenso wie Kerstin Mager-Baran überzeugt, werden bei Landsleuten mit weniger Kontakten "keine guten Reaktionen" nach sich ziehen. Und davor graut beiden.

Mager-Baran meint es gut, hilft einerseits mehr als die meisten und wo sie kann. Auf der anderen Seite sei es ihr ein "innerer Vorbeimarsch" – kein Reichsparteitag! –, "Dass nahezu alles, was Pegida & Co. früh gefordert haben" – Grenzen dicht, mehr Polizei, weniger Anreiz für Nachzug und Nordafrikaner – von der "hochnäsigen Politik“" umgesetzt werde.

Familie Mager-Baran: "Zivilgesellschaft"

Familie Mager-Baran ist genau das, was man in anderen Gegenden "Zivilgesellschaft" nennt. Sie engagiert sich im Kultur- und Sozialausschuss der Stadt, bei den "Freien Wählern Freital" und hält mit ihrer "Kultur- und Tanzwerkstatt" einen Verein am Leben, in dem mehr als 200 Kinder und Jugendliche tanzen – "15 Prozent davon mit Migrationshintergrund und oft besser integriert als Einheimische", so Kerstin Mager-Baran stolz. Aber sie teilt auf Facebook auch alles, was nur nach dem Untergang Deutschlands riecht, schimpft im reinsten Pegida-Deutsch "auf ein multikulturelles Irgendwas" und über "Antifanten", die ständig Öl ins Feuer gießen und mit ihrer "Rechts-Links-Inszenierung" vom "eigentlichen Konflikt zwischen oben und unten ablenken sollen".

Sie sucht Antworten und Lösungen, aber findet wenig. Integriert "ihre Syrer" nach Kräften und schafft das alles auch selbst kräftemäßig "immer nur am Limit". Zum Geburtstag wünschte sie sich statt Geschenke kleine Spenden, damit Ibrahim Jehams Familie mal dessen Eltern in Istanbul besuchen kann, die den Enkel Hazim noch nie gesehen haben. Sie kommt sich auf Veranstaltungen der patriotischen Plattform der AfD zwar "wie ein Alien vor", fühlt sich aber vom parteieigenen Islamwissenschaftler bestätigt, der über "wichtige Problemkreise" des Islam spricht, mit denen sich "diese mittelalterliche Religion" niemals im aufgeklärt-christlichen Abendland integrieren lasse. Etliche Frauen aus der Türkei, die Kerstin Mager-Baran aus der jahrelangen Arbeit im deutschtürkischen Jugendaustausch kennt, hätten das Gleiche berichtet.

"Ihren Syrern" kommt sie mal näher, dann wieder wirkt deren "orientalische Lebensweise" ganz fremd. Dass Asmaa manchmal statt Weiß auch ein farbiges Kopftuch trägt, hält Kerstin Mager-Baran schon für einen großen Schritt. Sie ist nach wie vor "für die Aufnahme von Schutz suchenden oder auch für normale Einwanderung" und fürchtet doch eine "schleichende Islamisierung". Dem könne man zur Integration "nur starke Leitbilder aus Säkularität und Humanismus" entgegensetzen. Wer dem Islam zu sehr entgegenkomme, davon ist sie überzeugt, gefährde die eigene pluralistische Gesellschaft. "Ich finde solche Ängste nicht rechts, sondern im besten Sinne konservativ – das Gute bewahrend. Wenn dafür schon die Nazikeule droht, läuft etwas falsch, und man muss es noch lauter sagen."

Trotz nährt sich aus der eigenen Biografie

Wie bei vielen Ostdeutschen nährt sich dieser Trotz auch aus der eigenen Biografie. Kerstin Mager-Baran stammt aus einer Familie von SED-Funktionären in Saalfeld. Im Herbst 1989 hatte sie die Bevormundung satt und besetzte mit anderen ein Stasi-Gebäude. Mit den Erfahrungen von damals erklärt sie auch, "warum Menschen im Osten so sensibel reagieren, wenn offizielle Reden und die Wirklichkeit auseinanderklaffen". Ihr kommt das heute oft wieder so vor wie in den letzten Tagen der DDR: "Zu viel Ideologie. Zu wenig Vernunft. Da werden wir bockig." Im Westen dagegen könne man reine Propaganda gar nicht mehr erkennen, sagt sie, "weil der neue menschenverachtende Kapitalismus wie ein schmieriger Moralverkäufer daherkommt". Bei Themen wie TTIP zeige sich auch jenseits von Pegida, wie tief der gesellschaftliche Graben aus Misstrauen und aggressiver Ablehnung der Regierung schon ist. Sie hofft, dass noch mehr Menschen dagegen aufbegehren und ihren Hass nicht an den falschen Gegnern wie den Flüchtlingen abarbeiten.

Ibrahim Jeham (2. v. l.) ist 2014 über Libyen und Italien nach Deutschland geflohen

Ibrahim Jeham (2. v. l.) ist 2014 über Libyen und Italien nach Deutschland geflohen

Ibrahim Jeham sagt, ihm kämen höchstens 15 Prozent der Deutschen so vor, als mögen sie keine Ausländer. Seine Frau schätzt die Zahl höher ein, aber man dürfe auch die vielen freundlichen Menschen nicht übersehen. "Freital ist noch ein Paradies gegen das, was Freunde von woanders berichten." Seine zwei Schwestern in Baden-Württemberg säßen zum Beispiel nur mit anderen Syrern zusammen. "Sie sprechen deshalb auch noch nicht Deutsch, wissen nichts über die Kultur hier." Wie man etwa auf eine Geburtstagseinladung reagiert und dass man die Dinge auch aus der Sicht der Deutschen sehe könne.

"Wir hören einander zu und lernen auf beiden Seiten viel", sagt Kerstin Mager-Baran. Von einer "Bereicherung für das ganze Land" möchte sie aber nicht sprechen. Daran glaubt sie "weder wirtschaftlich, weil die meisten Flüchtlinge eben doch kaum in den Arbeitsmarkt zu integrieren sind, noch kulturell". Sie würde sich aber freuen, wenn Hazim und ihre Mädchen in einer Gesellschaft aufwüchsen, die überhaupt noch bereit ist, Fremde aufzunehmen. "Ohne Mitleid oder Geheische danach – als Migranten, nichts mehr und nicht weniger." Dafür gibt es hoffnungsvolle Zeichen. Als neulich ein Junge aus Taras Vorschulgruppe über Ausländer herzog, die seien alle dumm und würden klauen, antwortete Hazims kleine Fee: "Das kannst du nicht sagen. Du kennst doch gar keine. Es sind aber Freunde von mir – und die sind nett."

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?
  • Holger Witzel