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Klickerfolg auf Youtube: Steinmeier erklärt seine Wutrede

Bei einer Rede wurde Frank-Walter Steinmeier als "Kriegstreiber" beschimpft - dies ließ er nicht auf sich sitzen. Es folgte eine Wutrede, die zum Youtube-Hit wurde. Zu seiner großen Überraschung.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist nach eigenen Worten erstaunt über den Youtube-Erfolg mit seiner Wutrede auf dem Berliner Alexanderplatz. "So kennt man sich selten", sagte Steinmeier am Donnerstag vor ausländischen Journalisten in Berlin. Er selbst könne sich "das Video kaum angucken", auch wolle er einen solchen "Erfolg" nicht wiederholen.

In seiner Rede hatte Steinmeier Demonstranten, die ihm mit Blick auf den Ukraine-Konflikt Kriegstreiberei vorwarfen, angebrüllt und ihnen vorgeworfen, Leute wie sie würden Europa zerstören. "Ich bin ein gelassener Mensch, ich habe eigentlich gute Nerven, aber es gibt Grenzen", sagte der Minister dazu nun. Bestimmte Vorwürfe "muss man einfach zurückweisen".

"Ich gehe zum Nato-Außenministerrat und muss mich da beschuldigen lassen, dass die deutsche Regierung, der deutsche Außenminister, zu viel Verständnis für Russland hat", erläuterte Steinmeier weiter die Situation. "Und dann komme ich nach Deutschland zurück und muss mir hier auf einer Veranstaltung vorwerfen lassen, dass wir überhaupt kein Verständnis für Russland haben" und dass Deutschland die Russen "provoziert und geärgert" habe. Dabei hätten Demonstranten der Linkspartei und der EU-kritischen AfD nebeneinander gestanden. Sie "brüllten alle dasselbe", sagte Steinmeier.

amt/AFP / AFP