Kritik an Schulpolitik Hessens Kultusministerin tritt ab


Offenbar ist ihr die Kritik zu viel geworden: Hessens Kultusministerin Karin Wolff hat angekündigt, für die kommende Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Ihre Schulpolitik wurde unter anderem für das schlechte Abschneiden der CDU bei den Landtagswahlen verantwortlich gemacht.

Hessens Kultusministerin Karin Wolff (CDU) tritt wegen der Kritik an ihrer Schulpolitik ab. Sie stehe in der neuen Legislaturperiode nicht mehr als Ministerin zur Verfügung, schrieb sie in einem Brief an Ministerpräsident Roland Koch (CDU).

Diese "seit einiger Zeit" gereifte Entscheidung gelte auch für eine geschäftsführende Regierung, die mangels klarer Mehrheiten nötig werden könnte. Der neue Landtag kommt am 5. April zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Die Schulpolitik gilt als einer der Gründe für den Stimmenverlust der CDU bei der Landtagswahl Ende Januar.

"Ungerechte Vorwürfe"

Wolff hatte neun Jahre als Kultusministerin amtiert. Sie war vor allem wegen Problemen bei der Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre, der sogenannten G8-Reform, in die Kritik geraten. Auch andere Bundesländer müssten in dieser Frage nachsteuern, schrieb Wolff an Koch.

"Sie werden verstehen, dass ich bei aller Selbstdisziplin manche der vorgebrachten Vorwürfe in diesen und anderen Zusammenhängen als ungerecht betrachte." Über Maßnahmen gegen die enorme Arbeitsbelastung der Schüler im Zuge der Gymnasialzeit-Verkürzung wird derzeit auch bundesweit gestritten.

DPA/sh/mta DPA

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