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Landtagswahl CDU gewinnt fast alle Direktmandate – Haseloffs große Auswahl an Koalitionspartnern

Vor einer weißen Wand mit schwarzem "Landtag von Sachsen-Anhalt" steht ein grauhaariger Mann in blauem Anzug und spricht
Sehen Sie im Video: Ministerpräsident Reiner Haseloff erklärt den CDU-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt.








Reiner Haseloff erklärt seinen CDU-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt so: "Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin überglücklich, dass ich in diesem Moment mit der ersten Prognose, die wir haben, auch vor Ihnen stehen kann. Ich bin allerdings auch so demütig, dass ich neben der Freude, die mich auch innerlich erfasst hat, natürlich auch weiß, dass ich jetzt erstmal die Endergebnisse abwarten müssen. Wir haben ja einen hohen Anteil an Briefwählerinnen und Briefwählern gehabt, und das muss man jetzt auch erstmal abwarten und einbuchen lassen. Aber der Trend ist klar, wir haben die Wahl gewonnen. Und das ist gut so, weil damit auch ein klares Signal gesetzt wurde, wo die Mitte in Sachsen-Anhalt ist, und was die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich wollen. (WEISSBLITZ) Aber es ist auch ein klares Aufbäumen einer großen Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger gewesen, die gesagt haben "Wir wollen nicht mit einem Image verbunden werden, was in irgendeiner Weise drei Buchstaben, AfD, trägt. Und dafür bin ich sehr dankbar. (WEISSBLITZ) Und das ist übrigens die Chance für uns, dass wir sagen, wenn wir weiter Politik machen für alle Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande, dann werden wir auch systematisch diese Wählerschaft zu großen Teilen zurückholen können. Es wird möglicherweise ein Teil von Unbelehrbaren geben, wie in allen 16 Bundesländern, wie man in allen Parlamenten sieht, auch im Bundestag sieht, aber klar ist, wir dürfen diese Menschen nicht verloren geben."
HINWEIS: Dieser Beitrag enthält keinen Sprechertext MINISTERPRÄSIDENT REINER HASELOFF (CDU) UNMITTELBAR NACH BEKANNTGABE DER ERSTEN HOCHRECHNUNGEN DER LANDTAGSWAHL:
Reiner Haseloff erklärt seinen CDU-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt so: "Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin überglücklich, dass ich in diesem Moment mit der ersten Prognose, die wir haben, auch vor Ihnen stehen kann. Ich bin allerdings auch so demütig, dass ich neben der Freude, die mich auch innerlich erfasst hat, natürlich auch weiß, dass ich jetzt erstmal die Endergebnisse abwarten müssen. Wir haben ja einen hohen Anteil an Briefwählerinnen und Briefwählern gehabt, und das muss man jetzt auch erstmal abwarten und einbuchen lassen. Aber der Trend ist klar, wir haben die Wahl gewonnen. Und das ist gut so, weil damit auch ein klares Signal gesetzt wurde, wo die Mitte in Sachsen-Anhalt ist, und was die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich wollen. (WEISSBLITZ) Aber es ist auch ein klares Aufbäumen einer großen Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger gewesen, die gesagt haben "Wir wollen nicht mit einem Image verbunden werden, was in irgendeiner Weise drei Buchstaben, AfD, trägt. Und dafür bin ich sehr dankbar. (WEISSBLITZ) Und das ist übrigens die Chance für uns, dass wir sagen, wenn wir weiter Politik machen für alle Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande, dann werden wir auch systematisch diese Wählerschaft zu großen Teilen zurückholen können. Es wird möglicherweise ein Teil von Unbelehrbaren geben, wie in allen 16 Bundesländern, wie man in allen Parlamenten sieht, auch im Bundestag sieht, aber klar ist, wir dürfen diese Menschen nicht verloren geben."
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Die Sachsen-Anhalter haben die AfD in die Schranken gewiesen und der CDU zu einem überraschend klaren Wahlsieg verholfen. Ministerpräsident Haseloff hat nun eine große Auswahl von Koalitionspartnern. Der Wahlabend in der Liveblog-Nachlese.

Sachsen-Anhalt hat einen neuen Landtag gewählt, und der große Wahlsieger ist Ministerpräsident Reiner Haseloff. Dank seiner Beliebtheit siegte die CDU deutlich vor der AfD, der zuvor die Chance eingeräumt worden war, sogar stärkste Kraft zu werden. Zu dem in Umfragen angekündigten Kopf-an-Kopf-Rennen ist es aber nicht gekommen. Im Gegenteil: Die Union gewann auch fast alle Direktmandate.

Wieder erstarkt ist auch die FDP, die nach zehn Jahren zurück im Landtag ist, und in einer möglichen "Deutschland-Koalition" mit CDU und SPD sogar gleich mitregieren könnte. Zu den zahlreichen Koalitionsmöglichkeiten gehört dank der Stärke der CDU überraschend auch ein CDU/SPD-Bündnis. 

Mit besonders großer Aufmerksamkeit schaute die Berliner Politik nach Magdeburg. Es war der letzte Stimmungstest vor der mit Spannung erwarteten Bundestagswahl im Herbst. Die Kanzlerkandidat:innen Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) hofften auf Rückenwind für den Wahlkampf, den aber bei diesem Ergebnis nur Laschet spüren wird. Die Grünen betonten, dass die Voraussetzungen im Bund völlig anders seien, und die SPD will im Bund ganz auf die Zugkraft ihres Kanzlerkandidaten Olaf Scholz setzen.

dho / tkr


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