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Landtagswahl am 26. September Wird sie der Mega-Star des Wahlabends? Manuela Schwesig vor haushohem Sieg

Manuela Schwesig (SPD),  hier im Juni bei einer Pressekonferenz mit dem Koalitionspartner CDU zur Bilanz ihrer Regierung. Die kann sich offenbar sehen lassen, legt zumindest die jüngste Wahlumfrage nahe.
Manuela Schwesig (SPD),  hier im Juni bei einer Pressekonferenz mit dem Koalitionspartner CDU zur Bilanz ihrer Regierung. Die kann sich offenbar sehen lassen, legt zumindest die jüngste Wahlumfrage nahe.
© Jens Büttner / DPA
Am 26. September wird auch in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Nach der Abstimmung dürfte es eine strahlende Siegerin geben: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

In Mecklenburg-Vorpommern sieht Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vermutlich mit Vorfreude der Landtagswahl entgegen: Denn aus der Abstimmung, die am selben Tag wie die Bundestagswahl stattfindet, dürfte die SPD-Politikerin als klare Siegerin hervorgehen.

Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl am 26. September sieht eine Wähler-Befragung Schwesigs Sozialdemokraten sehr weit vorn. In der repräsentativen Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag von NDR, "Schweriner Volkszeitung" und "Ostseezeitung" kommt die SPD im Nordosten auf 39 Prozent. Das wären rund acht Prozentpunkte mehr als bei der Wahl vor fünf Jahren.

Für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern geht es immer weiter abwärts

Die CDU – derzeitiger Koalitionspartner der SPD in Schwerin – befindet sich weiter im Abwärtstrend und käme demnach auf nur 14 Prozent. Das entspricht einem Minus von fünf Prozentpunkten gegenüber 2016.

Die AfD liegt in dem Bundesland im Nordosten Deutschlands in der Wählergunst laut der Umfrage als zweitstärkste Kraft bei 17 Prozent, würde damit aber ebenfalls vier Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl einbüßen. Die Linke käme mit drei Prozentpunkten weniger als 2016 auf zehn Prozent.

FDP und Grüne würden mit sieben beziehungsweise sechs Prozent in den Schweriner Landtag zurückkehren. Beide waren 2016 an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

Manuela Schwesig katapultiert die SPD im Nordosten nahe an die 40-Prozent-Marke heran

Schwesig und die SPD haben es damit nicht nur kurz unter die 40-Prozent-Marke geschafft, die Sozialdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern befinden sich seit Wochen klar in einem Aufwärtstrend. Mitte Juli hatte die SPD bei einer Wahlumfrage von Infratest Dimap Mitte bei 27 und die CDU bei 23 Prozent gelegen. Die AfD kam damals auf 16 Prozent, FDP und Grüne lagen bei jeweils 7 Prozent. Schwesigs SPD konnte ihren Vorsprung also deutlich ausbauen, und die CDU ist weiter kräftig gefallen.

Fast zwei Drittel der Befragten – 62 Prozent – zeigten sich in der jüngsten Umfrage mit der Arbeit der jetzigen rot-schwarzen Landesregierung zufrieden bis sehr zufrieden. 55 Prozent wünschen sich, dass die nächste Landesregierung erneut von den Sozialdemokraten geführt wird.

Für die jüngste Umfrage wurden telefonisch und online 1180 Wahlberechtigte aus Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum 2. bis 7. September befragt.

SPD in Mecklenburg-Vorpommern auch deutlich stärker als im Bund

Der Trend der Sozialdemokraten im Nordosten ist damit noch positiver als im Bund, wo die SPD ebenfalls aufholen konnte, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zuletzt am Dienstag bestätigte. Bundesweit liegt die SPD demnach derzeit bei 25 Prozent. Die Zustimmungswerte der Union fielen mit 19 Prozent deutschlandweit gleichzeitig auf ein historisches Tief.

Manuela Schwesig

Sehen Sie im Video: Manuela Schwesig kämpft seit Langem für mehr Frauen in Führungsjobs. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern mahnt: Auch auf allen Ebenen darunter gebe es noch viel Nachholbedarf.

anb DPA AFP

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