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SPD-Kanzlerkandidat Mit Martin Schulz zu höheren Löhnen?

Während deutsche Unternehmen immer höhere Gewinne einstreichen, bleiben die Kassen bei den Arbeitnehmern oft schmal. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz möchte dieses Ungleichgewicht kippen.

Kräftige Lohnerhöhungen könnten folgen, wenn sich SPD-Kandidat Martin Schulz im September gegen Angela Merkel durchsetzt.  "Wir haben erheblichen Nachholbedarf bei den Einkommen", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die "enormen wirtschaftlichen Gewinne" hierzulande würden von den Arbeitnehmern erarbeitet - jedoch seien in den vergangenen Jahrzehnten die Unternehmensgewinne deutlich stärker gewachsen als die Löhne. "Das sollten die Tarifpartner bei ihren nächsten Verhandlungen berücksichtigen", forderte Schulz.

Martin Schulz setzt Fokus auf Deutschlands Industrie

Der Sozialdemokrat forderte zugleich eine grundsätzliche Debatte über die wirtschaftlichen Weichenstellungen. "Wir müssen darüber diskutieren, wie wir die nächsten zehn Jahre als Exportweltmeister gestalten", sagte er. Unter anderem gehe es in den nächsten Jahren "um die Sicherung des Binnenmarkts in der europäischen Union", sagte er mit Verweis auf den geplanten EU-Austritt Großbritanniens. Außerdem gebe es mit Donald Trump in den USA nun einen Präsidenten, "der auf einem protektionistischen Kurs ist".

Im Zentrum der Debatte muss nach Schulz' Auffassung die Industrie stehen. "Denn die ist der Kern unserer Volkswirtschaft - und bietet gut bezahlte Arbeitsplätze."

Schulz war am Sonntag vom SPD-Vorstand als Kanzlerkandidat nominiert worden. Ein Parteitag im März soll ihn offiziell küren und zudem zum neuen Vorsitzenden der Sozialdemokraten wählen.

sve AFP

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