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Nachwuchspolitiker: JU-Chef Mißfelder wurde massiv bedroht

Chef der Jungen Uniun, Mißfelder, wurde massiv bedroht

Hamburg - Für den Vorsitzenden der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union, Philipp Mißfelder, hat sich die Welt nach dessen provokanter Äußerung, 85-Jährige sollten keine künstlichen Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft mehr bekommen, gründlich verändert. Wie der stern in seiner nächsten Ausgabe schreibt, wurde der 24-Jährige massiv bedroht. Bei seinen Eltern seien täglich mehrere telefonische Morddrohungen von dem Kaliber "Ich weiß, dass das Milchgesicht da ist. Ich knall den ab" eingegangen. Per E-Mail habe ein Anonymus unter dem Betreff "Du Dreckschwein" formuliert: "Irgendwann erwische ich dich. Und dann gnade dir Gott, du Drecksau. Noch nichts geleistet, aber das Maul aufreißen. So kleine Irrlichter wie dich sollte man ausblasen." Ein weiterer Schreiber habe gehetzt: "Für solche Volksverstümmler bleibt nur noch die Todesstrafe. Mißfelder! Bereiten Sie sich auf Ihren Tod vor. Die Pistole liegt bereit." Insgesamt seien bei der JU-Bundesgeschäftsstelle 1000 Faxe und 1900 E-Mails eingegangen. Etwa 20 Briefe, in denen aufgebrachte Schreiber Mißfelders Liquidierung ankündigen, lägen bei den Ermittlungsbehörden.

Mißfelder, der die ganze Aufregung nicht versteht und "in der Sache auch nichts zurückzunehmen hat", sehnt sich laut stern in die Zeit zurück, "als ich ins Stadion gehen konnte, ohne angepöbelt zu werden".