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Ökostrom in den Ministerien Vorbildfunktion fehlgeschlagen


Vorbildlich geht anders. Die Energiewende soll kommen, doch die Bundesministerien setzen bei der eigenen Stromversorgung nicht auf reinen Ökostrom. Kein Ministerium bezieht seinen Strom zu hundert Prozent aus regenerativen Energiequellen. Das geht aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Trotz der angekündigten Energiewende bezieht bisher keines der Bundesministerien ausschließlich Ökostrom. Das geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor, über die zunächst die "Saarbrücker Zeitung" berichtete. Das Bundeskanzleramt bezieht demnach bisher überhaupt keinen Ökostrom, es hat aber eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach und ein Blockheizkraftwerk im Keller.

Nur die Standorte des Verteidigungsministeriums und des Umweltministeriums in Bonn sowie der Standort des Verkehrsministeriums in Berlin setzen von den 14 Ministerien komplett auf Ökostrom. Alle anderen Ministerien nutzen diese Energie wenn überhaupt nur anteilig im Strommix. Das Haus von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) will als erstes Ministerium ab dem Sommer an allen Standorten nur noch Ökostrom beziehen.

Im Wirtschaftsministerium, das gemeinsam mit dem Umweltressort die Eckpunkte für die Energiewende erarbeiten soll, wird reiner Ökostrom bisher nur für die Ladesäule des Elektroautos bezogen. Darüber Die Solaranlagen an den Ministeriumsstandorten in Bonn und Berlin produzierten aber Ökostrom, heißt es in der Regierungsantwort.

cjf/DPA DPA

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