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Drohender Gasmangel Olaf Scholz setzt auf EU-Solidarität und ist "sicher, dass das gelingen wird"

Sehen Sie in dem Video (ohne Sprechertext): Olaf Scholz nach einem Treffen mit dem slowenischen Regierungschef Golob über die mögliche Gas-Krise:




"Wir sind uns alle einig, wir müssen die Ukraine umfassend unterstützen. Politisch, militärisch, wirtschaftlich, humanitär und natürlich auch durch die Sanktionen, die wir gegen Russlands Aggression verhängt haben. Wir wissen aber auch, dass dieser Krieg uns jetzt vor große Herausforderungen stellt, die weit über das unmittelbare Kampfgeschehen hinausgehen.
Wir werden gleichzeitig alles dafür tun müssen, dass wir unsere Abhängigkeit von solchen Energielieferungen reduzieren. Das hat etwas zu tun mit dem Aufbau von Energieinfrastrukturen, die uns kurzfristig in die Lage versetzen, Öl und Gas aus anderen Quellen zu beziehen. Aber es geht insbesondere, aber natürlich auch darum, dass wir es vorantreiben, uns selber versorgen zu können, mit erneuerbaren Energien.
Der Ausbau der Windkraft, der Solarenergie spielt eine große Rolle für unsere beiden Länder, und wir haben uns sehr sorgfältig darüber unterhalten. Wir wollen das, was in Europa dort auf den Weg gebracht wird, mit Repower-EU unterstützen. Aber wir wollen vor allem auch selber zusammenarbeiten, denn für uns ist das von größter Bedeutung, dass wir hier Fortschritte erzielen. Deutschland hat ein sehr ehrgeiziges Programm und will bis 2045 CO2-neutrales Industrieland sein.
Zunächst einmal ist es so, dass wir natürlich in Europa solidarisch sein müssen. Dazu haben wir uns auch in vielen, vielen Gesprächen und Konferenzen verpflichtet und Deutschland wird entsprechend agieren. Ich bin auch sicher, dass uns das gelingen wird."
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Bundeskanzler Olaf Scholz ist zuversichtlich, dass sich die EU-Staaten solidarisch zeigen werden, wenn es im Herbst oder Winter zu einem Gasmangel kommen sollte. Außerdem macht er Druck bei der Energiewende.

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