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P+S-Werftenkrise Gespräche mit Reedereien und Lieferanten


Bloß nicht aufgeben: Geschäftsführer Rügider Fuchs kämpft weiter gegen die drohende Insolvenz der P+S-Werften. 5000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

P+S-Geschäftsführer Rüdiger Fuchs setzt seine Bemühungen um die Abwendung der drohenden Insolvenz für die Werften des Verbunds in Stralsund und Wolgast fort. Der Werftenmanager wird von Stralsund aus Gespräche mit Scandlines und der dänischen Reederei DFDS, beides Großauftraggeber laufender Schiffsneubauten, sowie mit verschiedenen Lieferanten führen, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte.

Die IG Metall geht davon aus, dass eine Insolvenz der P+S-Werften nicht nur 2000 Arbeitsplätze auf den Werften, sondern auch 3000 Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie gefährdet.

Scandlines an schneller Lösung interessiert

Zu den Plänen der Geschäftsleitung hieß es aus der Werft, eine ursprünglich geplante Reise nach Dänemark werde es nicht geben. An der zeitnahen Herstellung der Lieferfähigkeit müssten die Kunden, deren Bauten fortgeschritten sind, ein großes Interesse haben, verlautete es weiter. Für die Lieferanten sei vor allem eine mittel- und langfristige Perspektive wichtig. Über Details der möglichen Kunden- und Lieferantenbeiträge an der Rettung der Schiffbaubetriebe machte die Werft keine Angaben.

Am Dienstag hatte Scandlines bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert und deutlich gemacht, an einer schnellen Lösung interessiert zu sein. Die beiden für Scandlines vorgesehenen Fähren sollten ursprünglich im Frühjahr ausgeliefert werden. Zuletzt waren die Termine September und November 2012 genannt worden. Auch der Bau des ersten von zwei Spezialfrachtern für die dänische Reederei DFDS ist bereits weit fortgeschritten. Als zuletzt gültigen Auslieferungstermin hatte DFDS Dezember 2012 und Januar 2013 genannt.

nw/DPA DPA

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