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Parteiwechsel: CDU-Widerstand gegen Metzger

Oswald Metzger hatte es sich so schön ausgemalt: Parteiwechsel zur CDU, Kandidatur für den Bundestag 2009, Einzug in den selben, und dann vielleicht noch etwas mehr. Doch nun regt sich schon gegen die Parteiaufnahme des Ex-Grünen Widerstand - ausgerechnet von jenem Mann, den Metzger beerben will.

In der baden-württembergischen CDU regt sich Widerstand gegen den geplanten Eintritt des ehemaligen Grünen-Spitzenpolitikers Oswald Metzger. Er rechne damit, dass Metzger die Mitgliedschaft verwehrt werde, erklärte der Biberacher CDU-Bundestagsabgeordnete Franz Romer, den Metzger beerben will.

Die "Schwäbische Zeitung" zitierte Romer mit den Worten: "Ich gehe von einer Ablehnung seines Antrags im Kreisvorstand aus." In diesem Fall müsse die Mitgliederversammlung entscheiden, doch auch dort sei die Zustimmung zum Eintritt Metzgers nicht sicher.

Der 53-Jährige Metzger will Romer beerben, der nicht mehr antritt. Metzger hatte den Parteiwechsel am Dienstag in seinem ehemaligen Wahlkreis Biberach bei Ulm bekannt gegeben. Dabei kündigte er zugleich an, sich bei der nächsten Wahl 2009 für die CDU um ein Bundestagsmandat bewerben zu wollen. "Ich sehe die CDU als parteipolitische Plattform, in der meine marktwirtschaftlichen Überzeugungen einen viel größeren Resonanzraum haben als jemals in meiner Zeit bei den Grünen", sagte er.

Metzger hatte Ende November nach 21 Jahren seinen Austritt aus der grünen Partei erklärt und dies vor allem mit der Sozialpolitik der Partei begründet, die eine Weiterentwicklung von Hartz IV zu einer Grundsicherung zum Ziel hatte.