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Polizei in Hamburg Gefahreninseln statt Gefahrengebiet

Die Gefahr hat beinahe ein Ende: Die Hamburger Polizei hat bekannt gegeben, dass das umstrittene Gefahrengebiet in den Stadtteilen St. Pauli, Sternschanze und Altona verkleinert wird.

Die Hamburger Polizei hat bestätigt, das seit Sonnabend bestehende Gefahrengebiet in den Stadtteilen St Pauli, Sternschanze und Altona zu verkleinern. Stattdessen sollen lediglich noch drei Gefahreninseln um die Davidwache an der Reeperbahn sowie die Polizeireviere an der Mörkenstraße in Altona und an der Lerchenstraße auf St. Pauli aufrechterhalten werden.

Im Rahmen des bisherigen Gefahrengebietes wurden rund 800 Menschen kontrolliert. Die neuen Gefahrenzonen um die Polizeiwachen sollen nur zwischen 18 Uhr und 6 Uhr gelten, da laut Polizei die relevanten Personengruppen vorwiegend in den Nachtstunden angetroffen werden. In den Gefahrengebieten können Personen ohne konkrete Verdachtsmomente kontrolliert werden. Die Polizei kann zudem Platzverweise und Aufenthaltsverbote erteilen. Trotz der Verkleinerung will die Polizei auch innerhalb des bisherigen Gefahrengebietes weiter eine verstärkte Präsenz zeigen.

Insgesamt bewertet die Hamburger Polizei die Maßnahmen der vergangenen Tage als Erfolg: "Seit Einrichtung des Gefahrengebietes konnten in diesem Bereich durch gezielte Kontrollmaßnahmen der Polizei potenzielle Störer erkannt und dadurch die Ausübung schwerer Straftaten weitgehend unterbunden werden", heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Besonders zu Beginn des Gefahrengebietes habe man illegale Pyrotechnik, Schlagwerkzeuge und Vermummungsgegenstände sichergestellt. Diese Gegenstände würden nun kaum noch mitgeführt. Weiterhin können man weniger potenzielle Gewalttäter antreffen, teilte die Polizei mit.

Die Lage in den Stadtteilen St. Pauli, Sternschanze und Altona soll auch in den kommenden Tagen laufend überprüft werden. Sollte sich die Situation verändern, behält sich die Polizei vor, entsprechend zu reagieren.

db

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