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Porträt Ferdos Ferudastan: Journalistin wird Gauck-Pressesprecherin

Mit Ferdos Forudastan wird eine Frau mit viel journalistischer Erfahrung Sprecherin des Bundespräsidenten.

Die 51-Jährige hat unter anderem für die "Frankfurter Rundschau" und die "tageszeitung" gearbeitet. Ihre gleichmäßige, ruhige Stimme ist aus Radiosendungen des Deutschlandfunks und des Kölner WDR bekannt. Die Politologin und Juristin lebt mit ihrer Familie in Köln. Sie ist mit dem Ex-Grünen-Politiker Michael Vesper verheiratet, dem heutigen Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. Das Paar hat drei Kinder im Alter von 15, 13 und acht Jahren.

Die künftige Gauck-Sprecherin hat "Migrationshintergrund", wie sie selbst sagt. Ihr Vater ist Iraner. Die Tochter kam 1960 in Freiburg zur Welt, ging in der Schweiz in die Grundschule, dann in den Iran, kam mit 18 Jahren wieder nach Deutschland und machte hier ihr Abitur. Parallel zum Studium schrieb sie für mehrere Zeitungen. Bereits mit 28 Jahren erhielt die junge Journalistin den renommierten Theodor-Wolff-Preis. An der Hamburger Akademie für Publizistik unterrichtete sie zudem Nachwuchs-Journalisten im Fach "Kommentar".

In Bonn zählte die dunkelhaarige Korrespondentin zum Tross der Berichterstatter aus dem Regierungsviertel. Einigen Kollegen wird sie in Berlin wiederbegegnen, wenn sie am 1. September ihre neue Tätigkeit startet.

juho/DPA / DPA