Prozess Verhängnisvolle Affären des Thomas A.


Die Medien hatten ihn längst als "Sex-Professor" abgestempelt. Tatsächlich aber musste sich Juraprofessor Thomas A. vor dem Landgericht Hildesheim vor allem wegen Bestechlichkeit in 78 Fällen verantworten - und nur nebenbei für das Verhältnis mit seiner Studentin. Die Strafe wurde ausgehandelt: drei Jahre Haft.
Von Ingrid Kolb

Man merkt es Simone S. deutlich an, wie unangenehm ihr der Status als Star beim Prozessauftakt ist. Umschwirrt von einem Dutzend Fotografen und mehreren Fernsehteams duckt sie sich weg. Mit blonder Perücke, riesiger Sonnenbrille und einem halb übers Gesicht gezogenen Wollschal versucht die angehende Juristin, 30 Jahre alt, ledig, unerkannt zu bleiben. Der Mann, den sie liebt, sitzt nur wenige Meter von ihr entfernt auf der Anklagebank. Thomas A., 53 Jahre alt, Hochschullehrer, verheiratet, meidet den Blickkontakt mit ihr.

Es ist Ende Januar, vor der vierten großen Wirtschaftsstrafkammer im Landgericht Hildesheim beginnt der Prozess gegen den Juristen. Doch da gilt Prof. A. in den Medien längst als "Sex-Professor", eine Art moderner Professor Unrat. Laut Anklage übte er seine Macht als Hochschullehrer aus, um sich für die "sexuelle Hingabe" seiner Studentinnen erkenntlich zu zeigen. Darüber hinaus lautet der Vorwurf gegen ihn auf Bestechlichkeit in 78 Fällen. Simone S., seiner Geliebten, wird Bestechung in sieben Fällen zur Last gelegt.

Begonnen hatte die strafrechtliche Seite der Affäre am 25. August 2005. Die Studentin und ihr Professor schliefen noch, als es mehrfach läutete und mit Fäusten gegen die Wohnungstür in der Altstadt von Hannover getrommelt wurde. Nach dem Öffnen stürmten fünf Beamte in den kleinen Flur und zeigten ihre Anordnung für eine Hausdurchsuchung. "Ich stand nur da", sagt Simone S., "mir kam das alles so unwirklich vor, es passierte ja aus heiterem Himmel." Die Gründe für die Durchsuchung habe sie gar nicht richtig wahrgenommen - Bestechung, Bestechlichkeit, heraufgesetzte Prüfungsnoten? Damit habe sie nichts anfangen können.

"Ich stand nur da"

Die Beamten nahmen alle ihre Studienunterlagen über Lehrveranstaltungen mit Thomas A. und ihren Computer mit. Der Juraprofessor, mit dem sie seit November 2001 zusammenlebte, fuhr währenddessen zu seinem Arbeitsplatz an der Juristischen Fakultät der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Dort waren Beamte schon dabei, seine Büroräume zu durchsuchen. Gleichzeitig sicherte die Kripo Unterlagen in seinem Haus in Hamburg- Blankenese - hier lebt die Ehefrau des Professors - und im Institut für Wissenschaftsberatung in Bergisch Gladbach.

Später dann, sagt Simone S., seien sie und ihr Geliebter stundenlang um den Maschsee gelaufen. "Dass die von mir etwas wollten, das haben wir gar nicht ernst genommen. Das wird wieder eingestellt, davon gingen wir aus. Ich hab mich auch so unschuldig gefühlt, dass ich mir nichts anderes vorstellen konnte." Auch über sein Schicksal habe A. sie beruhigt. "Er hat gesagt, dass er mit diesem Institut zusammengearbeitet hat, das ihm Doktoranden vermittelte. Was daraus werden würde, war ihm damals wohl selber nicht klar."

Schon seit 2001 ist sie A.'s Geliebte

Nein, was daraus werden würde, war an jenem Tag wohl beiden nicht klar. Prof. Thomas A. war bis dahin ein angesehener Rechtswissenschaftler. 1996 wurde er auf den Lehrstuhl für Zivilrecht berufen. Er spricht Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch, spielt Klarinette und Cello, ist international erfahren durch seine Studien in Brüssel, Florenz und den USA. Er galt als umtriebig und engagierte sich für Lehrpläne mit mehr Praxisnähe für künftige Anwälte. Als Beamter war er bis zu seiner Verhaftung am 6. September 2007 ein gemachter Mann mit einem Salär von knapp 5000 Euro netto im Monat.

Auch Simone S. ist nicht der Typ Lola aus dem "Blauen Engel", sondern eine ernsthaft engagierte junge Frau. In der Zeit, als die Staatsanwaltschaft Tausende Blätter Papier las, Konten überprüfte und Verträge studierte, machte sie ihr erstes Staatsexamen, steckt gerade mitten im Referendariat. Zwar ist sie seit 2001 A.'s Geliebte, doch ihre "sexuelle Hingabe" sieht sie als rein privat. Der Professor sei ihr schon bei der ersten Veranstaltung über spanisches Recht sympathisch gewesen, sagt sie leise vor Gericht.

Und was die Hingabe betrifft, verlangte die ihr wohl auch viel hingebungsvolles Warten ab: Hauptsächlich habe ihr Geliebter Doktorarbeiten gelesen, sagt sie. "Die hat er eigentlich immer mit sich rumgetragen. Wenn ich zu ihm reinkam, war er am Lesen. Wenn er im Zug saß, holte er sie aus der Tasche. Mit diesen Doktoratssachen hatte er viel zu tun. Ich habe ihn immer als fleißig empfunden."

Korruption

Simone S. kann auch nichts dabei finden, dass A. sie ab Dezember 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an seinem Lehrstuhl beschäftigte und diesen Vertrag dreimal verlängerte. Sie hatte vorher schon für andere Professoren gearbeitet, hart gearbeitet, und fühlte sich nicht bevorzugt.

Aber um Sex oder gar Liebe und Zuwendung geht es in diesem Verfahren - entgegen Medienberichten - nur am Rande. Es werden keine Zeuginnen aufgerufen, die dem "Sex-Professor" durch entsprechende Gegenleistung eine günstigere Note entlockt hätten. Es geht vielmehr um Korruption und Geld. Weshalb auch der Geschäftsführer des Instituts für Wissenschaftsberatung in Bergisch Gladbach, Martin D., 53, mit auf der Anklagebank sitzt, wegen Bestechung in 69 Fällen.

Die Sachlage ist einfach und kompliziert zugleich. Der Prof. hat sich schmieren lassen dafür, dass er sich für Kunden des Instituts als "Doktorvater" zur Verfügung stellte. Das Institut hat ihm, dem Beamten, dafür Geld gezahlt, obwohl klar war, dass viele der Kandidaten aufgrund ihrer schlechten Noten bei anderen Professoren kaum eine Chance gehabt hätten.

185.000 Euro kassierte A. für seine Dienste

Die Zusammenarbeit zwischen A. und dem Institut begann 1996. Für die Zusage zur Betreuung kassierte der Professor pro Kandidat 2050 Euro, für die erfolgreiche Promotion dieselbe Summe noch einmal - insgesamt rund 185 000 Euro. Nur zehn der 69 Kandidaten haben den Doktortitel geschafft. Etliche Bewerber waren dem Professor vom Institutsgeschäftsführer schon im Vorfeld als "Problemkandidaten" angekündigt worden. Oder es hieß fast entschuldigend in einem Vermerk: "Ich halte ihn für einen bescheidenen, realistischen Kandidaten, dessen Dispens aber gewiss nicht so ganz einfach ist..."

Einen Dispens - eine Ausnahmegenehmigung - brauchen Juristen, die promovieren wollen, wenn sie das erste oder zweite Staatsexamen nicht mit mindestens der Gesamtnote "vollbefriedigend" bestanden haben. Eine so gute Note bekommen nur 15 Prozent. Deshalb sind an allen Hochschulen unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen möglich. In Hannover entscheiden über den Dispens der "Doktorvater" und ein Zweitgutachter. Von den Kandidaten, die A. durch Vermittlung des Instituts als Doktorvater betreute, brachten fünf die erforderliche Note "vollbefriedigend" mit, 28 kamen mit "ausreichend", der Rest mit "befriedigend". Ob sie den Doktortitel schafften, darüber entschieden die Gremien, nie Professor A. allein.

Die Rechnung an das Institut schickte übrigens immer die betrogene Ehefrau des Professors. Sie sei als "Kooperationspartnerin" geführt worden, erklärt Geschäftsführer Martin D. vor Gericht. Von Promotionsbetreuung war in diesen Schreiben nie die Rede, nur ganz allgemein von "Beratung" und "freier Mitarbeit". Das Geld - fast immer Eilüberweisungen - wurde auf vier verschiedene Konten überwiesen, auf das des Professors, auf das seiner Frau, auf das seines Vaters und ein paar Mal auch auf das Konto seiner Geliebten Simone S.

Urlaub mit dem Professor

Im Vorfeld des Prozesses hatten die Ermittler auch A.'s Privatleben unter die Lupe genommen. Denn 2004 waren zwei Examenskandidatinnen beim Prüfungsamt vorstellig geworden. Sie wollten von A. nicht geprüft werden. Es gebe Gerüchte auf dem Campus, dass er nicht nur seiner Geliebten das Studium erleichtere, sondern auch anderen hübschen Studentinnen Avancen machte und anbot, sich bei Prüfungen gefällig zu zeigen. Er soll Scheine für nicht besuchte Seminare versprochen haben oder Jobs an der Uni. Damit wollten die beiden nichts zu tun haben.

Also doch ein Hauch von Professor Unrat zwischen Hannover und Bergisch Gladbach? Tatsächlich hatte Thomas A. neben Simone S. zeitweilig eine weitere Favoritin: Jasmyn D.. Der Professor soll ihre Zwischenprüfungsklausur eigenhändig aus dem Haufen gefischt und wohlwollend mit "ausreichend" bewertet haben. Auch bei einer Hausarbeit soll er sie "rechtswidrig begünstigt" haben. Belegt ist ein gemeinsamer Urlaub in Tunesien. Gebucht wurde ein Doppelzimmer. Jasmyn D. musste nicht vor Gericht erscheinen und kam mit einer Geldbuße in Höhe von 1800 Euro davon.

Von den sieben Anklagepunkten gegen Simone S. bleibt zuletzt nur einer übrig, die Anhebung einer Note auf einem Seminarschein, der auch nach Überzeugung des Gerichts "nicht kriegsentscheidend" gewesen ist. "Diesen Punkt hätten wir auch noch weggekriegt", sagt ihr Anwalt Johannes Hesse. Es seien damals die Noten aller Seminarteilnehmer verbessert worden. "Doch dies zu beweisen, hätte das Verfahren für meine Mandantin unerträglich verlängert."

Geständnis

Mit einem Urteil über 90 Tagessätze zu je 20 Euro für Bestechung in einem minder schweren Fall darf Simone S. nach ihrem dritten Auftritt das Gericht und die Schlagzeilen verlassen. Die Boulevardpresse hatte ihre Liebesbeziehung genüsslich ausgeschlachtet: "Studentin schlief mit ihrem Dozenten - Nach Sex gab ihr der Professor ein ‚vollbefriedigend‘." Von dieser öffentlichen Demütigung abgesehen ist ihre Strafe so bemessen, dass sie nicht ins Führungszeugnis eingetragen wird und ihr somit die Zukunft als Rechtsanwältin nicht verbaut ist.

Der Hauptangeklagte Thomas A. selbst wirkt vor Gericht ruhig und gelassen, fast als wüsste er nicht so recht, wie er hier hereingeraten konnte. Es ist schwer, sich diesen eher unauffälligen Mann mit dem braven Seitenscheitel und dem leichten Bauchansatz als Campus-Casanova vorzustellen.

Am 7. März, dem vierten Prozesstag, legt er vor dem Landgericht ein Geständnis ab. Mit ruhiger Stimme verliest er eine Erklärung: Er habe das Institut für seriös gehalten. Als Neuling auf dem Lehrstuhl sei er an vielen Doktoranden und erfolgreichen Promotionen interessiert gewesen. Bedenken wegen der Bezahlung habe er beiseitegeschoben.

Zuletzt enthielt die Liste mit Kandidaten mehr als 140 Namen

Nach Beginn dieser "aus heutiger Sicht unseligen" Zusammenarbeit sei er wegen eines Hauskaufs und unvorhergesehener Renovierungsarbeiten in finanzielle Bedrängnis geraten. "Da habe ich dann buchstäblich den Kopf in den Sand gesteckt. Dass man mir deshalb den Vorwurf der Bestechlichkeit machen könnte, habe ich allerdings nicht für möglich gehalten." Die Betreuung der Promotionskandidaten habe er stets nach bestem Wissen und Gewissen geleistet. Gefälligkeitsgutachten habe es weder von ihm noch von beteiligten Kollegen gegeben.

"Die Bestechlichkeit", sagt Oberstaatsanwalt Rainer Gundlach, der in Hildesheim die Anklage vertritt, "fängt schon mit der Annahme des Kandidaten an … Sobald Geld fließt, ist ein Amtsträger nicht mehr frei in seinem Ermessen. Es spielt dann keine Rolle mehr, ob das Promotionsverfahren als solches korrekt gelaufen ist."

Laut Aussage von A.'s Sekretärin sei die hohe Zahl seiner Doktoranden bereits aufgefallen, und einige Professoren hätten schon gemurrt, wenn sie wieder einmal als Zweitgutachter benötigt wurden. Auch sei bemerkt worden, dass die eingereichten Unterlagen nicht immer wissenschaftlichen Kriterien standgehalten hätten, aber "um des lieben Friedens willen" sei der Dispens, also die Genehmigung, erteilt worden. Nach ihrem Eindruck sei A. das Ganze über den Kopf gewachsen. Er habe Anrufer oft vertröstet, Arbeiten von Doktoranden hätten sich ungelesen gestapelt. Die Liste mit den von ihm betreuten Kandidaten habe zuletzt mehr als 140 Namen enthalten.

Der Professor habe einen "integren, kompetenten Eindruck" gemacht

Einer dieser Kandidaten war Niklas B., vielbeschäftigter, erfolgreicher Rechtsanwalt, der 1993 das erste juristische Staatsexamen mit "vollbefriedigend" bestanden hatte. Er brauchte keinen Dispens, aber einen Doktorvater, denn er hatte keinen Kontakt mehr zu seiner alten Uni. Um Zeit zu sparen, wandte er sich an das Institut in Bergisch Gladbach. Er zahlte 17 000 Euro für die "Vermittlung einer geeigneten Themenstellung und eines Betreuers". Im März 2003 fuhr er zum Besprechungstermin mit A. nach Hannover.

Der Professor habe auf ihn einen "integren, kompetenten Eindruck gemacht, vielleicht ein bisschen abwesend und überlastet", aber er habe ihm ein wirklich gutes, praxisnahes Thema vorgeschlagen. Letztendlich habe er dann doch nicht genug Zeit für die Promotion aufbringen können, so sei das Vorhaben im Sande verlaufen. Bis kürzlich Post vom Amtsgericht Hannover kam. Niklas B. soll wegen Beihilfe zur Bestechung 5000 Euro zahlen. Er fragt: Wofür? Was habe ich getan?

Auch dem Rechtsanwalt Sven S. ist die Pistole auf die Brust gesetzt worden: Entweder soll er einen Strafbefehl über 4000 Euro akzeptieren oder eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage von 10.000 Euro. Er findet das "eine große Sauerei". Er hat vor acht Jahren einen Vertrag über 36 000 D-Mark mit dem Institut geschlossen. "Die sind seit 20 Jahren auf dem Markt", habe er gedacht, "die müssen doch seriös sein." Hätte er gewusst, dass der Professor auch Geld bekommt, sagt Sven S. heute sarkastisch, hätte er sich die ewigen Verzögerungen und Verschleppungen nicht gefallen lassen. Die Betreuung durch den Prof. habe nämlich so gut wie nicht stattgefunden. "Wenn die Zweitgutachterin sich nicht um mich gekümmert hätte, wäre ich heute noch nicht fertig. Ich habe den Doktortitel 2005 bekommen, habe neben meinem Beruf vier Jahre hart dafür gearbeitet. Ich bin sonntags in der Bibliothek eingeschlafen, habe jedes Komma selber recherchiert und geschrieben. Was die Staatsanwaltschaft jetzt versucht, ist einfach unseriös." Er hat übrigens magna cum laude als Gesamtnote bekommen.

Das Geständnis reduziert die Strafe

Martin D., der Geschäftsführer des Instituts, bedauert vor Gericht, dass seine ehemaligen Kunden solchen Unannehmlichkeiten ausgesetzt seien. Den Vorwurf der Bestechung aber weist er zurück. Alle erfolgreichen Promotionen seien korrekt gewesen. Von pflichtwidrigen Handlungen des Professors wisse er nichts. Das Institut habe ihn nie gedrängt, Kandidaten anzunehmen. Bis zur Durchsuchung 2005 sei ihm nicht bewusst gewesen, dass er sich strafbar gemacht haben könnte, sagt D. Denn das Geld sei ja an den "Kooperationspartner" gezahlt worden, die Ehefrau.

Was D., wie er sagt "entgangen ist": 1997 ist das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption verschärft worden. Damals wurde auch die Bestechung auf Umwegen unter Strafe gestellt, wenn also Schmiergeld über einen Dritten zum Empfänger gelangte. Bei keinem anderen Delikt ist das Unrechtsbewusstsein so gering ausgeprägt wie bei der Korruption. Untersuchungen ergaben, dass diese Täter ihr Geschäftsgebaren nicht als kriminell empfinden, sie sehen sich nicht als Straftäter. Allenfalls räumen sie Fehler ein. "Das mag daran liegen", sagt Oberstaatsanwalt Rainer Gundlach, "dass es bei der Korruption keine sichtbaren Opfer gibt – das Opfer ist die Allgemeinheit." Ihn beeindruckt auch nicht, dass die Doktortitel redlich erarbeitet wurden. "Wenn eine Baufirma die Behörde schmiert, heißt das ja auch nicht, dass die Häuser gleich wieder einfallen."

Das Gericht hat mit Professor A. für sein Geständnis ein Urteil in Höhe von drei Jahren Gefängnis ausgehandelt. Seine Anwältin Annette Voges ist damit einverstanden. An den Fakten sei schließlich nicht zu deuteln. "Abzüglich des Ersttäter- Rabatts und der schon abgesessenen Untersuchungshaft sind das dann noch eineinhalb Jahre, die er vermutlich als Freigänger abbüßen wird."

Simone S. wird auf A. warten

Für Martin D. hatte das Gericht zwei Jahre auf Bewährung und eine Geldstrafe in Höhe von 250 000 Euro vorgesehen. Doch dieser Handel gilt nicht mehr. Denn inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Köln das Institut noch einmal gründlich durchsucht. Wer sagt denn, dass A. der einzige deutsche Professor war, der sich bestechen ließ?

Simone S. wird auf A. warten, auch wenn er kein Professor mehr ist. Ohne Maskerade entpuppt sich die Referendarin als selbstbewusste junge Frau mit klaren Zielen. An ihren Gefühlen für A. habe sich nichts geändert, sagt sie in einem Gespräch mit dem stern. Den Seitensprung mit der anderen Studentin habe sie ihm verziehen und auch, dass er ihr zunächst vorgemacht hatte, er sei geschieden.„Aber wenn er rauskommt, muss er sich entscheiden. Dieses Doppelspielchen zwischen mir und seiner Frau, das läuft dann nicht mehr.“

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