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Seuchen-Vorbeugung: Bayerns Sorge um Impfstoff-Vorrat der BRD

Bei der Vorsorge gegen die Vogelgrippe geht die Bundesregierung nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU) zu langsam vor. Er habe Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) schriftlich aufgefordert, "bei der Impfstoff- Vorsorge einen Gang zuzulegen".

Gegenüber der Welt am Sonntag sagte Schnappauf weiter: "Es gibt keinen Grund zur Panik, aber wir müssen jetzt die Vorsorge gegen eine weltweite, menschliche Grippe-Epidemie vorantreiben."

Das Bundesgesundheitsministerium wies diese Vorwürfe zurück. Das Thema Impfstoff gegen eine Pandemie eigne sich nicht zur parteipolitischen oder persönlichen Profilierung, sagte ein Sprecher. Herr Schnappauf wisse sehr genau, dass die Bundesregierung alle nötigen Vorbereitungen getroffen habe, um einen Impfstoffprototyp entwickeln zu lassen. Dazu zählten auch entsprechende rechtliche Vereinbarungen mit Herstellerfirmen.

Schnappauf hatte die Bundesregierung aufgefordert, sich mit aller Entschlossenheit die Produktionskapazitäten für antivirale Impfstoffe zu sichern. "Ich fordere dringend, dass mit den beiden Hersteller- Firmen, die in Deutschland ansässig sind, rechtsverbindliche Verträge geschlossen werden, damit unsere Bevölkerung mit der ersten Charge des Impfstoffs versorgt werden kann", sagte Schnappauf.

DPA / DPA
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