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SPD: "Clement ist eitel und selbstgerecht"

Kleiner Text, große Provokation: In der Zeitschrift "Cicero" hat Wolfgang Clement abermals die SPD kritisiert. Nun keilen die Genossen zurück, vor allem jene vom linken Flügel. Und selbst Fraktionsgeschäftsführer Oppermann sagt, Clement müsse wissen, "wo er hingehört".

Von Tiemo Rink

Die Szenerie erinnert an "Dinner for One": Der etwas in die Jahre gekommene Butler James serviert der charmanten Miss Sophie zu ihrem neunzigsten Geburtstag ein opulentes Menü - und stolpert beim Abräumen jedes Mal über einen ausgestopften Tigerkopf. Ob auch Wolfgang Clement diesen Sylvester-TV-Klassiker mag, ist nicht bekannt. Aber er benimmt sich wie der Butler James: Dieser Tage stolpert der ehemalige Superminister schon wieder über die SPD.

In einem Gastbeitrag im Magazin Cicero beklagt Clement, gegen den ein Parteiausschlussverfahren läuft, die "Neigung zur Ab- und Ausgrenzung". Außerdem spricht er sich abermals für die weitere Nutzung der Kernenergie aus. Die Provokation ist dieselbe wie in den vergangenen Monaten - und klappt natürlich. Zum Beispiel bei Thomas Spies, der zu den Vertrauten der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilantis zählt. "Natürlich will Wolfgang Clement provozieren. Das ist aber verständlich, ab einem gewissen Alter kommt man ansonsten nicht mehr in die Zeitung", ätzt der 46jährige Marburger im Gespräch mit stern.de.

Clement "eitel und selbstgerecht"

Auch Ralf Stegner, Landesvorsitzender der schleswig-holsteinischen SPD, hat die Nase von Clement voll. Der Mann sei "eitel und selbstgerecht", sagt Stegner. Als Clement noch Minister war, habe er immer gut ausgeteilt. "Die Rolle des in seiner Meinungsfreiheit Unterdrückten steht ihm deshalb besonders schlecht." Stegner wirft Clement außerdem vor, dass er frühere Äußerungen, die als Votum gegen Andrea Ypsilanti verstanden wurden, immer noch nicht reflektiert habe. In der SPD dürfe jeder seine Meinung frei äußern, verboten sei nur, zur Wahl einer anderen Partei aufzurufen, sagt Stegner zu stern.de. "Genau das hat er allerdings bis heute nicht verstanden."

Johannes Kahrs, Mitglied des konservativen Seeheimer Kreises und damit eher auf Clements Linie, versucht zu beschwichtigen. "Clement sagt nur das, was er schon immer gesagt hat". Das sei "alter Wein in alten Schläuchen." Im Übrigen vertrete Clement mit seinen Ansichten zur Atomkraft eine "legitime Position, die in der SPD einmal vorherrschend war". Der frühere SPD-Vize habe recht, wenn er feststelle, dass es "ganz ohne Atomkraft nun mal noch nicht geht" - am Ausstieg aus der Kernenergie will Kahrs gleichwohl nicht rütteln.

Keine Trauer bei Clements Abschied

Doch Clement wäre nicht Clement, wenn er in seinem Gastbeitrag nicht noch eine Schippe oben drauf legen würde. Am Ende verweist Clement auf das Schicksal Heinrich Albertz’. Der ehemalige Berliner Innensenator war aus der SPD ausgetreten - weil ihm die Partei angeblich zu wenig Meinungsfreiheit bot. Dass Clement durch den Hinweis auf Albertz ebenfalls mit Austritt kokettiere, weist ein Vertrauter des Wirtschaftsministers zurück. Das sei "totaler Quatsch". Clement habe bereits in einer Pressekonferenz vor wenigen Wochen auf Albertz verwiesen. Und zugleich festgestellt: Ich war, bin und bleibe Sozialdemokrat.

Sollte sich das ändern, wären einige Genossen nicht traurig. "Wenn Clement die SPD verlassen möchte, sei ihm das selbst überlassen. Selbstfindungsprozesse sind Erlebnisse, die nur individuell entschieden werden können", sagt Thomas Spies zu stern.de. Selbst Thomas Oppermann, Geschäftsführer der SPD- Bundestagsfraktion und Parteirechter wie Clement, hält sich auffallend zurück. Es müsse jeder selber wissen, "wo er hingehört", so Oppermann zur Rheinischen Post.

Wann Butler Clement das nächste Mal zum Zusammenstoß ansetzt, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Im Sketch erweist sich James am Ende als lernfähig und springt über den Tiger. Zu diesem Zeitpunkt ist er allerdings sturzbetrunken. An dieser Stelle ergibt sich ein Problem: Wolfgang Clement ist nüchtern. Er wird es bleiben. Auch beim sechsten, beim siebten und achten Anlauf.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(