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Spektakulärer Gefängnisausbruch: Hunderte Taliban-Kämpfer wieder auf freiem Fuß

Nach dem spektakulären Ausbruch Hunderter Taliban-Kämpfer aus einem Gefängnis in Kandahar sind die meisten der Flüchtlinge weiter auf freiem Fuß. Ein Regierungsbericht zu der Massenflucht wirft viele Fragen auf - auch zum Verhalten ausländischer Sicherheitskräfte.

Nach dem spektakulären Massenausbruch aus einem afghanischen Gefängnis sind rund 65 entflohene Häftlinge wieder gefasst worden. Die nach der entdeckten Flucht eingeleitete Suche von einheimischen Sicherheitskräften und der NATO-geführten ISAF-Truppen habe erste "positive Ergebnisse" gebracht, teilte die Provinzregierung der südafghanischen Provinz Kandahar am Dienstag mit. Die Suchaktion werde auch von Zivilisten "massiv" unterstützt.

Aus dem Gefängnis der Stadt Kandahar waren in der Nacht zum Montag rund 500 Häftlinge über einen monatelang gegrabenen Tunnel geflohen. Nach Angaben der radikalislamischen Taliban gelang dabei auch 100 Anführern der Rebellen die Flucht. Der Massenausbruch war ein Rückschlag für die internationalen Friedensbemühungen in Afghanistan.

Unterdessen vermeldete die ISAF die Tötung eines Anführers des Terrornetzwerks El Kaida. Der aus Saudi-Arabien stammende Abu Hafs el Nadschdi sei Mitte April bei einem Luftangriff in der ostafghanischen Provinz Kunar getötet worden, hieß es in einer Mitteilung. El Nadschdi habe die El-Kaida-Aktivitäten in dieser Region koordiniert. Den Angaben zufolge war er die Nummer zwei auf der Liste der am meisten gesuchten "Ziele" in Afghanistan.

AFP/DPA / DPA