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Tag zwei des Papst-Besuchs Im Zeichen der Ökumene


Am zweiten Tag seines Deutschlandbesuchs verlässt Papst Benedikt XVI. Berlin und reist zum Treffen mit führenden evangelischen Christen nach Erfurt.

Nach einem für Freitagmorgen geplanten Treffen mit Vertretern des Islam reist Papst Benedikt XVI. am zweiten Tag seines Deutschlandsbesuchs von Berlin nach Thüringen. In Erfurt steht zunächst ein Besuch des Doms auf dem Programm. Anschließend trifft der Papst im Augustinerkloster, einer frühen Wirkungsstätte des Reformators Martin Luther, mit der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammen. Gemeinsam mit Protestanten feiert er anschließend einen Wortgottesdienst, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen will.

An die ökumenischen Begegnungen werden hohe Erwartungen geknüpft. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, erhofft sich Anstöße für ein besseres Miteinander von Protestanten und Katholiken. Allerdings hatte der Papst bereits im Vorfeld gesagt, von dem Treffen seien "keine Sensationen" zu erwarten.

Marianische Vesper in Etzelsbach

Am Nachmittag fliegt der Papst mit dem Hubschrauber ins katholische Eichsfeld im Norden Thüringen. In der Nähe der historischen Wallfahrtskirche Etzelsbach will der Papst dann am Abend mit mehr als 50.000 Gläubigen eine Marianische Vesper feiern. Um den Ansturm von Pilgern zu bewältigen, wird ein Teil der Autobahn A38 zu einem Busparkplatz umfunktioniert. Die Gläubigen müssen die letzten Kilometer bis zur Kapelle zu Fuß zurücklegen.

Am Donnerstag hatte der Papst seinen Besuch in Berlin begonnen. Abschluss des ersten Tages bildete eine Heilige Messe mit rund 61.000 Gläubigen im Olympiastadion. Am Samstag reist das katholische Kirchenoberhaupt nach Freiburg weiter, wo am Sonntag eine Messe auf dem Flugplatzgelände stattfindet.

kng/DPA DPA

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