HOME

Trotz Justizaufsicht: Entlassener Sextäter soll Kind missbraucht haben

Dieser Fall aus Brandenburg dürfte die Debatte um die Sicherungsverwahrung befeuern: Trotz Justizaufsicht soll ein vorbestrafter Sexualstraftäter in Neustrelitz ein Kind missbraucht haben.

Über die Sicherungsverwahrung für gefährliche Straftäter wird seit Wochen heftig debattiert - jetzt sorgt ein Fall von Kindesmissbrauch in Mecklenburg-Vorpommern für Aufsehen: Ein einschlägig vorbestrafter und noch immer unter Justizaufsicht stehender Mann soll in Neustrelitz einen neunjährigen Jungen misshandelt haben. "Es besteht der Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes", sagte der Sprecher der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft, Gerd Zeisler, am Freitag.

Der Vorfall soll am Montagabend in der 21.000-Einwohner-Stadt passiert sein, ein Amtsgericht hat bereits Haftbefehl gegen den 26 Jahre alten Arbeitslosen aus Neustrelitz erlassen. Viele Fragen sind noch offen. Zum Beispiel, warum der rückfallgefährdete Mann in der Kleinstadt lebte, ohne dass jemand in der Nachbarschaft von dessen pädophilen Neigungen wusste. "In der Stadt war das nicht bekannt", hieß es bei der Stadtverwaltung.

Junge in Wohnung gelockt

Einzelheiten zum Tatablauf will niemand sagen. "Aus ermittlungstaktischen Gründen", sagte Zeisler. Nur so viel: Der Beschuldigte soll den Jungen von der Straße in seine Wohnung gelockt haben. Dort soll es auch zum Missbrauch gekommen sein. "Die Eltern des Jungen haben am Dienstag Anzeige erstattet", erklärte er. Der 26-Jährige wurde sofort abgeholt.

"Der Neustrelitzer wurde 2004 und 2006 wegen ähnlicher Delikte rechtskräftig verurteilt und hat die Strafe in der Jugendanstalt Neustrelitz voll abgebüßt", sagte Sascha Ott, Sprecher des Schweriner Justizministeriums. Eine Sicherungsverwahrung, wie häufig gefordert, sei in diesem Fall nicht infrage gekommen, weil es für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren generell hohe Hürden dafür gebe. Zudem komme Sicherungsverwahrung generell erst für Täter mit Strafen von mehr als sieben Jahren Gefängnis in Betracht.

Mann musste sich regelmäßig melden

"Der Mann stand unter Führungsaufsicht, musste sich also regelmäßig bei seiner Bewährungshelferin melden", erläuterte Ministeriums-Sprecher Ott. Zudem wurde der 26-Jährige in diesem Jahr in das neue Konzept "Fokus" (Für optimierte Kontrolle und Sicherheit) des Ministeriums einbezogen. Dabei soll die Kontrolle der rückfallgefährdeten Täter über Bewährungshelfer, Polizei und Staatsanwalt noch engmaschiger sein. "Er musste sich zum Beispiel alle 14 Tage bei seiner Betreuerin melden, bekam die Auflage, sich von Kindern fernzuhalten und regelmäßig mit der Helferin zu sprechen", so Ott. Es gebe aber auch mit "Fokus" keine hundertprozentige Sicherheit.

Bis vor einer Woche habe es auch keine Klagen gegeben. Den vor allem für erwachsene Straftäter diskutierten sogenannten Internet-Pranger lehnte Ott ab. "Eltern wissen es auch nicht, wenn ein Tourist aus einem anderen Bundesland in der Stadt ist und Straftaten begeht", sagte er mit Blick auf den aktuellen Fall. Und eine elektronische Fußfessel hätte hier auch nichts genutzt.

Zu den gesundheitlichen Folgen für das Kind wollte die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg nichts sagen. Der Beschuldigte äußerte sich beim Haftrichter zu den Vorwürfen nicht, wie sein Anwalt sagte. Das habe er ihm geraten und sei aus verteidigungstaktischen Gründen nicht unüblich.

Der Fall dürfte die seit Wochen laufende Debatte um die Reform der Sicherungsverwahrung weiter anfachen. Union und FDP hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag auf eine Reform in dieser Legislaturperiode verständigt. Durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte geriet die Regierungskoalition aber unter Zeitdruck, da für mehrere verurteilte Straftäter die Sicherungsverwahrung wieder aufgehoben werden musste.

Winfried Wagner, DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(