Trotz Ski-Unfall Deutsche befürworten Althaus-Kandidatur


Thüringens Regierungschef Dieter Althaus steht nach CDU-Angaben trotz seines schweren Ski-Unfalls als Spitzenkandidat für die Landtagswahl im August zur Verfügung. Das bestätigte CDU-Landesgeschäftsführer Andreas Minischke. Eine Mehrheit der Deutschen findet die erneute Kandidatur in Ordnung.

Der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" seine Rückkehr in die Politik angekündigt. "Ich trete an", zitierte das Blatt am Donnerstag aus einer persönlichen Stellungnahme von Althaus. Er sei "bereit, weitere fünf Jahre Verantwortung als Ministerpräsident für den schönen und erfolgreichen Freistaat Thüringen zu übernehmen", erklärte der CDU-Politiker den Angaben zufolge. Laut einer Umfrage für den Deutschlandtrend der ARD ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen dafür, dass Althaus erneut kandidiert.

Die Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten sei trotz der Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung nach seinem Skiunfall in Ordnung, finden 61 Prozent der Befragten. Althaus war am Dienstag vom österreichischen Bezirksgericht Irdning wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33.300 Euro und zu 5000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Er war am Neujahrstag auf einer Skipiste mit einer 41 Jahre alten Skifahrerin zusammengestoßen, die dabei ums Leben kam. Er selbst wurde schwer verletzt und befindet sich noch in einer Reha-Klinik am Bodensee.

In der Erklärung stellte Althaus nach "SZ"-Angaben klar, dass er bei der Landesvertreterkonferenz der CDU am 14. März für Platz 1 der Landesliste seiner Partei kandidieren werde. Er habe diese Entscheidung "nach Gesprächen mit meiner Familie und sehr vielen Freunden" sowie nach ausführlicher Beratung mit den Ärzten getroffen.

AP/DPA AP DPA

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