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Verhütung "Pille danach" soll rezeptfrei werden


Sie ist für Sex-Unfälle und andere Notfälle gedacht: Die "Pille danach". Bisher mussten Frauen sie sich nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr vom Arzt verschreiben lassen. Das könnte sich bald ändern.

Die "Pille danach" soll nach dem Willen des Bundesrats rezeptfrei und damit frei zugänglich werden. Das sieht ein Beschluss der Länderkammer vom Freitag vor. Die Bundesregierung müsste diese Änderung einer Verordnung allerdings noch übernehmen.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte dazu, über die Forderung der Länderkammer habe die künftige Bundesregierung zu entscheiden. Der Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen werde sich mit der Angelegenheit am 14. Januar befassen.

Die Abgabe der "Pille danach" ohne Rezept in Apotheken soll ungewollte Schwangerschaften vor allem bei jungen Frauen verhindern. Sie sollen im Notfall schnell und ohne ärztliche Verordnung Zugang zu dem Mittel erhalten. Bei rascher Einnahme kann die Pille eine Schwangerschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit verindern. Sie verschiebt den Eisprung der Frau so lange, bis die Überlebenszeit der Spermien überschritten ist.

tkr/DPA DPA

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