WAHL-UMFRAGE Wen würden Sie wählen?


Knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl am 22. September kommt die SPD nicht aus ihrem Umfrage-Tief heraus. Wäre jetzt Bundestagswahl, bekäme die SPD nur noch 31 Prozent der Wählerstimmen, ein Prozent weniger als in der Vorwoche - das schlechteste Ergebnis in diesem Jahr. Ihr Koalitionspartner Bündnis 90/Grüne steigt dagegen von 6 auf 7 Prozent. Die CDU/CSU konnte sich bei 41 Prozent halten, die FDP klettert auf 12 Prozent.

Bundeskanzler Gerhard Schröder bleibt vom Sinkflug seiner Partei allerdings immer noch unberührt. Wenn der Bundeskanzler direkt gewählt werden könnte, läge Schröder mit 40 Prozent vor dem CDU/CSU-Kandidaten Edmund Stoiber (30 Prozent). Vor allem im Osten hat Stoiber ein Image-Problem. Nur 19 Prozent würden ihn in den neuen Bundesländern direkt wählen, Schröder erreicht hier 44 Prozent.

Bezüglich der Frage »Sollten Gewaltspiele und Gewaltvideos verboten werden?« stimmten zwar mehr als Zweidrittel der Befragten (67 Prozent) für ein Verbot, es zeigten sich jedoch große Unterschiede bei den verschiedenen Altersstufen. Stimmten bei der Gruppe »60 Jahre und älter« eine überwältigende Mehrheit von 91 Prozent für ein Verbot, waren es bei den »18- bis 29-Jährigen« nur eine Minderheit von 41 Prozent.

Im Auftrag von stern und RTL fragt das Meinungsforschungsinstitut Forsa jeweils von Montag bis Freitag 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in West und Ost.

(Datenbasis: 2009 Befragte; Fehlertoleranz +/- 2,5 %; Erhebungszeitraum 29. April-3. Mai; (+/-) = Veränderung zur Vorwoche; Gewaltdiskussion: 1003 Befragte, Erhebungszeitraum 2./3. Mai)

Erhebungszeitraum 22.-26. April

Nach der Niederlage in Sachsen-Anhalt befindet sich die SPD auch bundespolitisch im Sinkflug. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, bekäme die SPD 32 Prozent der Wählerstimmen, zwei Prozent weniger als in der Vorwoche. Die CDU/CSU konnte sich dagegen um zwei Prozentpunkte auf 41 Prozent verbessern. Die FDP bleibt bei 11 Prozent, auch die PDS steht unverändert bei 6 Prozent. Bündnis 90/Grüne sinken dagegen von 7 auf 6 Prozent.

Rechnerisch ergäbe dies eine stabile Mehrheit von 52 Prozent für eine Koalition zwischen Union und FDP. Die SPD erreicht mit 32 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in 2002 und liegt um 4 Prozentpunkte niedriger als noch zum Jahresanfang.

Wie die Umfrage weiter ergibt, rechnen trotz der bevorstehenden Streiks in der Metall-Industrie wieder mehr Bundesbürger mit einer konjunkturellen Erholung. 36 Prozent der Befragten glauben, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland verbessern werden. Nur noch 29 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Im Auftrag von stern und RTL fragt das Meinungsforschungsinstitut Forsa jeweils von Montag bis Freitag 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in West und Ost.

(Datenbasis: 2506 Befragte; Fehlertoleranz +/- 2,5 %; Erhebungszeitraum 22.-26. April; (+/-) = Veränderung zur Vorwoche)


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