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Wer ist Dagmar Metzger?: Die Darmstädter Kennedys

Die hessischen Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger überlegt, der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti die Gefolgschaft zu verweigern, wenn diese sich von der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen will. Es ist vor allem der familiäre Hintergrund von Dagmar Metzger, der ihr Verhalten erklärt.

Von Mathias Schlosser

Als der Name Dagmar Metzger am vergangenen Donnerstag erstmals in den Medien auftauchte, dachten viele an eine Hinterbänklerin, die auch einmal im Rampenlicht der großen Politik stehen will. Zum erstenmal war die 49-Jährige am 27. Januar in den hessischen Landtag gewählt worden - ein vermeintlich unbeschriebenes Blatt, das zuvor allenfalls in der Darmstädter Lokalpolitik in Erscheinung getreten war. Tatsächlich steht der Name Metzger in Südhessen für eine der mächtigsten Familien. Manche nennen den Clan gar die "Darmstädter Kennedys".

Der politische Aufstieg begann mit Ludwig Metzger, der als Widerstandskämpfer 1945 von den US-Truppen zum Bürgermeister von Darmstadt ernannt wurde und die Stadt in der Folgezeit mit Geschick und Geradlinigkeit wieder aufbaute. Von 1953 bis 1969 saß Ludwig Metzger zudem im Bundestag. Als sich Metzger senior aus der Bundespolitik zurückzog, folgte ihm sein Sohn Günther unmittelbar nach. Innerhalb kurzer Zeit schaffte er es in die Fraktionsspitze und galt als einer der Hoffnungsträger der SPD. In dieser Zeit formierten sich die Konservativen in der SPD zum so genannten Lahnsteiner Kreis. Aufgabe von Günther Metzger war es, die Treffen der Gruppe zu organisieren, und er fand wenige Kilometer von seinem Heimatort Eberstadt entfernt im Schulungszentrum der Lufthansa in Seeheim-Jugenheim einen geeigneten Tagungsort. Der "Seeheimer Kreis" hatte seinen Namen.

Mit den Linken nicht viel gemeinsam

1980 folgte Günther Metzger seinem Vater auch in das Amt des Oberbürgermeisters von Darmstadt. Zwölf Jahre lang prägte er die Geschicke seiner Heimatstadt, ehe er wieder in den Beruf des Rechtsanwalts wechselte. Das politische Erbe traten Sohn Mathias und Schwiegertochter Dagmar an, die sich in Berlin kennengelernt hatten. Dagmar Metzgers Vater war dort in der SPD und auch er hatte mit den Linken nicht viel gemeinsam. Schließlich hatten die Kommunisten dafür gesorgt, dass seine Mutter und Dagmars Oma Anfang der 60er Jahre im Osten Berlins von der Familie getrennt war.

Wer trägt die größte Schuld am Debakel der Hessen-SPD?

Dagmar und Mathias Metzger stiegen Mitte der 90er Jahre in die Darmstädter Kommunalpolitik ein. Der heute 75-jährige Günther Metzger zog sich damals zwar zurück, arbeitet aber nach wie vor als Rechtsanwalt in Darmstadt und gilt immer noch als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Stadt mit besten Kontakten nach Wiesbaden und Berlin.

Zwischen Beharrlichkeit und Sturheit

Die Beharrlichkeit - die Gegner sagen auch Sturheit - des Metzger-Clans in Darmstadt ist legendär: Großvater Ludwig legte sich zum Wohle seiner Darmstädter mit den amerikanischen Besatzern an. Günther Metzgers Streitlust beeindruckte bisweilen selbst einen Herbert Wehner und auch Dagmar Metzger ist in Darmstadt schon durch ihre Standhaftigkeit aufgefallen, was die Karriere der Juristin immer wieder gebremst haben dürfte. Zwei Mal schon wollte sie Direktkandidatin für den Landtag werden, doch bis zur jüngsten Wahl in diesem Jahr reichte der parteiinterne Rückhalt immer nur bis zur Ersatzkandidatin.

Am 5. April könnte der Metzger-Clan endlich wieder im Wiesbadener Landtag vertreten sein, wenn sich Dagmar Metzger nicht dem Druck der Partei beugt und auf ihr Mandat verzichtet. Sie hat einige Tage Bedenkzeit bekommen und wird sich sicher auch mit ihrem Schwiegervater beraten. Dass sie von ihrem "Nein" abrückt und zusammen mit der Linkspartei für Andrea Ypsilanti stimmt, ist vor dem Hintergrund ihrer Familie eher unwahrscheinlich. Schon lange vor der Wahl hat Dagmar Metzger erklärt, dass sich Politiker nicht verbiegen lassen dürften und schon im Januar sagte sie in Interviews zum Thema Tolerierung: "Mit mir nicht!" Warum sie dann allerdings vor der entscheidenden Fraktions-Sitzung der SPD ohne ein klärendes Gespräch mit Andrea Ypsilanti in den Ski-Urlaub fuhr, bleibt ein Geheimnis des Metzger-Clans.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.