HOME

Mutmaßliche Rechtsterroristen: Wie "Revolution Chemnitz" das System zu Fall bringen wollte

Einem Medienbericht zufolge planten die mutmaßlichen Rechtsterroristen aus Chemnitz eine "Systemwende". Am Einheitstag geplante Taten hätten nach dem Selbstverständnis der Gruppe zu einem "Wendepunkt der deutschen Geschichte" führen sollen.

Mutmaßliche Rechtsterroristen der Gruppe "Revolution Chemnitz"

Einer der mutmaßlichen Rechtsterroristen der Gruppe "Revolution Chemnitz" wird von der Polizei zum Bundesgerichtshof in Karlsruhe gebracht

DPA

Mit für den Tag der Deutschen Einheit geplanten Taten haben die mutmaßlichen Rechtsterroristen von "Revolution Chemnitz" einem Medienbericht zufolge auf einen "Wendepunkt der deutschen Geschichte" abgezielt. Dies berichtete die "Welt am Sonntag" und berief sich dabei auf eine ihr vorliegende, als vertraulich gestempelte Analyse des Bundeskriminalamtes (BKA). Demnach ergab die Auswertung des Messenger-Chats der Gruppe, dass sie schwere Straftaten für ein geeignetes Mittel gehalten hätten, um eine "Systemwende" in Deutschland zu erreichen. Am Einheitstag geplante Taten hätten nach dem Selbstverständnis der Gruppe zu einem "Wendepunkt der deutschen Geschichte" führen sollen. 

Die Auswahl des Datums macht demnach dem BKA zufolge deutlich, dass sich die Mitglieder im Chat in "Gewaltplanungen und -phantasien" ergingen, um damit als "herausragend" innerhalb der rechtsextremistischen Szene zu erscheinen. Aus der Bemerkung eines Beschuldigten im Chat lasse sich ableiten, dass "Revolution Chemnitz" während Demonstrationen durch gezielte Provokationen "eine Konfrontation der linken Szene mit eingesetzten Polizeikräften" initiieren wollte. In einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft hatte es zuvor geheißen, die Beschuldigten verfolgten auf der Grundlage ihrer rechtsextremistischen Gesinnung ein "revolutionäres", auf die Überwindung des demokratischen Rechtsstaates gerichtetes Ziel.

"Revolution Chemnitz": Acht Mitglieder festgenommen

Sieben der Verdächtigen waren am Montag in Sachsen und Bayern festgenommen worden, ein achter bereits am 14. September. Gegen alle wurde Untersuchungshaft angeordnet. Dem Bericht zufolge zeigte die BKA-Analyse des Chats eine strenge Hierarchie innerhalb der Gruppe.

fin / DPA