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Wowereit tritt zurück: "Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen"

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat sich nach mehr als 13 Jahren im Amt zum Rückzug entschlossen. Er will zum Jahresende zurücktreten.

Der SPD-Politiker Klaus Wowereit tritt zum 11. Dezember als Regierender Bürgermeister in Berlin zurück. Nach einer Senatssitzung teilte der dienstälteste Regierungschef eines Bundeslands mit: "Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen."

Er begründete sie unter anderem mit vielfältigen Spekulationen auch in seiner eigenen Partei über seine politische Zukunft. "Es gab in letzter Zeit ziemlich viele Spekulationen über die Frage von Amtszeiten des Regierenden Bürgermeisters ...", sagte er. "Ich muss auch eingestehen, dass diese Diskussion auch aus den Reihen meiner eigenen Partei mitbefördert worden sind." Eine solche Debatte zwei Jahre vor dem Ablauf seiner Amtsperiode schade seiner Partei. Daher habe er Klarheit schaffen wollen.

"Vor diesem Hintergrund habe ich heute im Senat bekanntgegeben ... dass ich mein Amt zum 11. Dezember zur Verfügung stelle", erklärte Wowereit. In Hinblick auf seine Nachfolge sei angesichts der Zeitabläufe auch eine Mitgliederentscheidung über seine Nachfolge möglich. "Ich gehe freiwillig und bin stolz, meinen Beitrag zur positiven Entwicklung dieser Stadt geleistet zu haben", unterstrich er.

Nachfolger soll nach Informationen von "Bild"-Zeitung und "B.Z." der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß werden. Wowereit sagte, bei der Nachfolgefrage sei zeitlich auch ein Mitgliederentscheid in der SPD möglich. Er sei bereit, den Zeitpunkt des Amtswechsels darauf auszurichten.

Das twittert unser Reporter von der Pressekonferenz in Berlin

llf/Reuters / Reuters
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