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Wulff-Prozess: Freispruch erst am bitteren Ende

Im Wulff-Prozess konnte oder wollte keiner der Zeugen den Altbundespräsidenten bislang anschwärzen. Am Ende aber ist das Verfahren wohl nicht - denn die Ankläger wollen die Hoffnung nicht aufgeben.

Von Niels Kruse

Dass Frank Rosenow irgendwie die Lust an seinem Prozess verloren hatte, deutete sich erst kürzlich wieder an. Etwa am Tag, als Bettina Wulff, Noch-Ehefrau des Angeklagten Christian Wulff, aussagte. Zuvor saß ein gewisser Christoph Caesar im Zeugenstand, PR-Berater des Mitangeklagten David Groenewold. Er plauderte fröhlich über dies und das, konnte aber nur wenig zum Fortkommen der Verhandlung beitragen. Richter Rosenow entließ den Zeugen mit den Worten: "Falls wir sie noch einmal brauchen sollten, …" und die Art, wie der Vorsitzende das sagte, klang bereits danach, dass er selbst nicht mehr daran glaubte, dass hier im Saal 127 des Landgerichts Hannover überhaupt noch einmal irgendjemand gebraucht werde. Jedenfalls nicht in Sachen Wulff.

So gesehen ist Rosenows Angebot, das Verfahren einzustellen, völlig in Ordnung. Es kam einfach nie richtig Schwung in den Prozess, in dem erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ein ehemaliges Staatsoberhaupt vor Gericht saß. Ob Bettina Wulff, ein früherer Bodyguard oder Hotelangestellte, weder Verleger Hubert Burda noch seine Frau, die Schauspielerin Maria Furtwängler, konnten oder wollten irgendwas Erhellendes zum Casus beitragen. Im Zweifel gereichten alle Aussagen eher zu Wulffs Vorteil. Dabei gab es durchaus Widersprüche, deren Klärung interessant gewesen wäre. Zum Beispiel die Sache mit den Babysitterkosten, die in einem nebligem Aussagewirrwarr verschwunden ist. Doch selbst Staatsanwalt Clemens Eimterbäumer hakte nie sonderlich interessiert nach.

Der Staatsanwalt und das tote Pferd

Vielleicht haben sich die Ermittler einfach getäuscht und die ganze Angelegenheit, der Besuch des Oktoberfests, die Hotelübernachtung, all das, weswegen Christian Wulff überhaupt belangt werden sollte, ist nicht mehr als heiße Luft. Eine moralisch fragwürdige Nettigkeit unter Freunden, wenn überhaupt, auf jeden Fall nichts Justitiables. Vielleicht wollten die Geladenen dem Ex-Bundespräsidenten die Schmach ersparen, am Ende als verurteilter Mann dazustehen. Aber auch darauf deutet nicht viel hin. Stand jetzt, deutet eigentlich nichts auf irgendwas hin. Oder wie Wulffs Verteidiger sagte: "Das Pferd, das der Staatsanwalt reitet, ist tot."

Wie in solchen Fällen üblich, müsste Christian Wulff eigentlich freigesprochen werden. Worauf es wohl hinauslaufen wird. Außer aber: Die Rechts- und Staatsanwälte einigen sich bald auf eine Einstellung. Worauf es wohl nicht hinauslaufen wird. Nachdem Frank Rosenow sein Angebot unterbreitet hatte, pochte die Verteidigung auf einen glatten Freispruch und die Anklage darauf, dass sie weiterhin von der Schuld Wulffs überzeugt sei und daher an der Beweisaufnahme festhalten wolle. Ganz so als hoffe sie darauf, dass wie im US-Fernsehen jemand aus dem Nichts auftaucht, der mit seiner Aussage plötzlich die große Wende bringt.

Der interessantere Prozess findet woanders statt

Bislang plant der Richter noch die Vernehmung zweier Polizisten und würde dann gerne Schluss machen. Der Stand am achten Verhandlungstag aber legt nahe, dass sich die Beteiligten doch bis zum bisher geplanten Finale in den April quälen müssen. Dabei werden die viel interessanteren, und für Wulff mutmaßlich auch unangenehmeren Aussagen, in einem Nachbarsaal getätigt: beim Verfahren gegen Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker. Der frühere Vertraute hatte in den ersten Tagen seinen Chef Mitwisserschaft bei seiner Partyorganisationen unterstellt. Möglich, dass Wulff im Frühjahr freigesprochen wird - er aber dennoch wieder im Landgericht Hannover vorstellig werden muss.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(