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Zwickauer Zelle: Razzia bei mutmaßlichen Helfern des Terrortrios

Hatte das Terrortrio weitere Unterstützer? Die Polizei hat die Wohnungen von vier mutmaßlichen Helfern der Zwickauer Zelle durchsucht. Sie sollen für die NSU Waffen und Sprengstoff beschafft haben.

Die Bundesanwaltschaft hat die Wohnungen und Geschäftslokale von vier weiteren mutmaßlichen Unterstützern der Zwickauer Terrorzelle durchsucht. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, sollen die Beschuldigten den mutmaßlichen Terroristen der Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) Schusswaffen und Sprengstoff verschafft haben.

Zwei der Beschuldigten sollen den Anfang November tot aufgefundenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sowie der inhaftierten Beate Zschäpe bereits 1998 Sprengstoff und eine Schusswaffe zur Verfügung gestellt haben. Es bestehe der Verdacht, dass sie die Zwickauer Terrorzelle auch später unterstützt hätten, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Zwei weitere Beschuldigte sollen den Mitgliedern des NSU 2002 und 2003 mehrere Schusswaffen verschafft haben, darunter mindestens eine sogenannte Pumpgun.

An den Razzien in Sachsen sowie in drei Wohnungen in Thüringen und Baden-Württemberg waren mehr als 100 Polizisten beteiligt. Generalbundesanwalt Harald Range hat für den frühen Nachmittag eine Erklärung zu den Durchsuchungen angekündigt.

Die jahrelang unentdeckte rechtsextreme Zelle soll zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine Polizistin ermordet haben. Außerdem werden der Gruppe zwei Sprengstoffanschläge in Köln 2001 und 2004 mit insgesamt 23 Verletzten sowie eine Serie von Banküberfällen zur Last gelegt.

mad/DPA/AFP / DPA
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