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Forsa-Umfrage: SPD erholt sich von Stimmungstief

Die Union ist bei der Sonntagsfrage weiter im Abwärtstrend und fährt ihr schlechtestes Ergebnis seit anderthalb Jahren ein.

Wie die wöchentliche Forsa-Umfrage im Auftrag des stern und RTL ergab, würden noch 42 Prozent der Deutschen die Union wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist 1 Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD gewinnt dagegen wieder 2 Prozentpunkte und kommt auf 26 Prozent. Die Werte der kleineren Parteien bleiben zur Vorwoche unverändert: Die Grünen bei 13 Prozent, die FDP bei 8 Prozent und die PDS bei 7 Prozent. Die sonstigen Parteien verlieren 1 Prozentpunkt und kommen auf 4 Prozent.

Die PDS könnte bei der Landtagswahl in Brandenburg am 19. September mit deutlichem Abstand stärkste Kraft werden. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern und RTL würden 36 Prozent der Brandenburger PDS wählen. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Landtagswahl im September 1999. Im Gegensatz dazu verliert die SPD 12 Prozentpunkte und kommt nur noch auf 27 Prozent. Stimmen verliert auch die CDU: Sie erhält 22 Prozent, ein Minus von 5 Prozentpunkten. Grüne (4 Prozent), FDP (3 Prozent) und DVU (4 Prozent) schaffen die 5-Prozent-Hürde nicht. Die sonstigen Parteien bekommen 4 Prozent.

Könnten die Brandenburger ihren Ministerpräsidenten selbst wählen, zeigt sich ein anderes Stimmungsbild. 59 Prozent der Wahlberechtigten entscheiden sich für den amtierenden SPD-Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. Nur 12 Prozent sprechen sich für die PDS-Kandidatin Dagmar Enkelmann aus. 13 Prozent erreicht Brandenburgs Innenminister und CDU-Kandidat Jörg Schönbohm. 16 Prozent sagen "keinen davon".

Wäre jetzt Landtagswahl in Sachsen käme die CDU auf 48 Prozent, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern und RTL. Demnach kann die sächsische CDU bei der Landtagswahl am 19. September weiter mit der absoluten Mehrheit rechnen, obwohl sie 9 Prozentpunkte gegenüber der Landtagswahl 1999 verliert. Zweitstärkste Partei würde nach der aktuellen Umfrage die PDS, die mit 24 Prozent sogar 2 Prozentpunkte zulegt. Unverändert bei 11 Prozent bleibt die SPD. Die Grünen würden mit 5 Prozent den Einzug ins Parlament schaffen, die FDP (4 Prozent) und die NPD (4 Prozent) dagegen nicht.

Sehr beliebt in Sachsen ist der amtierende Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU). Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würden 55 Prozent der Sachsen dem 59-Jährigen ihre Stimme geben. PDS-Kandidat Peter Porsch würden nur 6 Prozent, Thomas Jurk (SPD) gar nur 4 Prozent direkt wählen. Immerhin 35 Prozent der Menschen in Sachsen sagen, sie würden "keinen von denen" wählen.

(Datenbasis für die Frage der Parteipräferenz: 2503 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger vom 16. bis 20. August, statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Datenbasis für die politische Stimmung in Brandenburg und die Ministerpräsidentenpräferenzen: 1009 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte in Brandenburg vom 16. bis 20. August, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Datenbasis für die politische Stimmung in Sachsen und die Ministerpräsidentenpräferenzen: 1007 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte in Sachsen vom 16. bis 20. August, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.)