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Republikaner holen Präsidentschaft Ex-Ku-Klux-Klan-Anführer gratuliert Trump

David Duke
Der ehemalige Anführer des Ku-Klux-Klans, David Duke, gratulierte Trump via Twitter zum Sieg
© Picture Alliance
Schon bevor feststand, dass Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wird, hatte der Ku-Klux-Klan für Trumps Präsidentschaft geworben. Ein hochrangiges Ex-Mitglied der rassistischen Vereinigung zeigt sich nun sichtlich erfreut.

Das Hetzblatt "The Crusader" (Der Kreuzritter), das als Sprachrohr des rassistischen und gewalttätigen Ku-Klux-Klan gilt, hatte schon vor einer Woche auf seiner Titelseite für Donald Trumps Kampagne geworben. Trump wolle Amerika wieder stark machen - schließlich sei das Land nur groß geworden, weil es von weißen Christen gegründet wurde, so der Tenor des Artikels. Der Autor hatte der "Washington Post" zu Trump gesagt: "Besonders gefallen uns seine nationalistischen Ansichten und seine Forderung, die Grenze für illegale Einwanderer zu schließen".

Auch der ehemalige Anführer des Ku-Klux-Klans David Duke zeigte sich über Donald Trumps Sieg sehr erfreut. Auf Twitter schrieb David Duke kurz nach dem Wahlsieg: "Gott segne Donald Trump! Es ist an der Zeit, das Richtige zu tun, es ist Zeit, Amerika zurückzuholen." Duke bewirbt sich derzeit um einen Sitz im US-Senat. Im Februar hatte er Trump erstmals seine Unterstützung ausgesprochen. Dieser wies jedoch jede Verbindung zu Duke zurück.

"Dieser Typ verdient eine Kugel"

Trumps Sprecherin Katrina Pierson sprach im Fernsehsender CNN von einem "absolut verstörenden" Vorgang. Trumps Team sei nicht über Dukes Kampagne informiert gewesen und habe sich schon in der Vergangenheit von ihm distanziert. Donald Trumps Sohn Eric fand in einem Radio-Interview klare Worte für Duke: "Dieser Typ verdient eine Kugel. Das (der Ku-Klux-Klan) sind keine guten Menschen. Es sind furchtbare Menschen." Zwar mag Trump selbst keine besonders tiefgründige Ideologie verfolgen, aber im Fahrwasser seines Populismus schwammen längst auch Antisemiten und Rassisten mit, soviel wurde während seiner Kampagne deutlich.

Auch in Deutschland sind nach Einschätzung der Bundesregierung übrigens vier Gruppen des vor allem aus den USA bekannten Ku-Klux-Klan aktiv. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, geht die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei von "sehr geringen Mitgliederzahlen" dieser Gruppen aus. Die geringe Mitgliederzahl dürfe nicht über die Gefahr hinwegtäuschen, die von solchen Organisationen ausgehe, zitiert das Blatt die Linken-Politikerin Monika Renner. Der Rassismus des Klan spiele innerhalb der rechten Szene eine wichtige Rolle.

Der im Jahr 1865 in den USA gegründete Ku-Klux-Klan sieht die Weißen als privilegierte Rasse an und kämpft vor allem gegen die Schwarzen. Die Gruppierung lehnt aber auch Einwanderer, Juden und Homosexuelle ab. Derzeit zählt der Ku-Klux-Klan etwa 5000 bis 8000 Mitglieder.

amt mit Agenturen

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