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Wahlkampf-Zwischenfall: Piraten bekennen sich zu Drohnen-Attacke auf Merkel

Die Kanzlerin sollte zu spüren bekommen, wie es ist, von einer Drohne beobachtet zu werden. Mit diesem Argument gesteht die Piratenpartei den Einsatz des Fluggeräts bei einem CDU-Wahlkampftermin.

Was von einem Drohnen-Einsatz übrig blieb: ein abstürzendes Fluggerät, eine grinsende Kanzlerin, ein skeptischer Verteidigungsminister, eine kühl dreinblickende Dresdener Oberbürgermeisterin sowie ein CDU-Kandidat, der durchaus so etwas wie Interesse an den Tag legt.

Bei einem Wahlkampftermin in Dresden, hob plötzlich eine 40 Zentimeter große Drohne ab, flog in Richtung Merkel, Arnold Vaatz, Helma Orosz (M.) und Thomas de Maizière (r.) und fiel zwei Meter entfernt von ihnen herunter. "So eine Veranstaltung soll ja auch Spaß machen", sagte Sachens Ministerpräsident Stanislaw Tillich zur Bruchlandung vor lachenden Zuschauern.

Verantwortlich für die "Attacke" war die Piratenpartei. "Ziel des Einsatzes war, der Kanzlerin und dem Verteidigungsminister ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie es ist, plötzlich selbst von einer Drohne beobachtet zu werden", sagte der Vizevorsitzende der Piratenpartei, Markus Barenhoff. Ein Mitglied seiner Partei hatte die Kameradrohne während der Veranstaltung vor der Frauenkirche per Fernsteuerung aufsteigen lassen. Die Polizei hatte den Mann zur Landung Fluggeräts veranlasst. Anschließend wurde er festgenommen, aber bald wieder auf freien Fuß gesetzt.

nik/DPA / DPA
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