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Stiftung Warentest: Günstige Bahn-Tickets: Mit diesen Tricks sparen Sie bis zu 87 Prozent

Die Stiftung Warentest hat die Deutsche Bahn einem großen Praxischeck unterzogen. Fazit: Die Pünktlichkeit lässt oft zu wünschen übrig, dafür kann man richtig günstig fahren. Wenn man ein paar Tricks kennt.

Bahn

Bahnfahren kann sehr günstig sein, wenn man ein paar Kniffe kennt

DPA

Das Thema Pünktlichkeit bleibt für viele Bahnkunden ein Dauerärgernis. Da machen auch die Leser der keine Ausnahme. Auf die Frage, was sie am meisten an der Deutschen Bahn stört, nennen die meisten "Verspätungen, verpasste Anschlüsse und Zugausfälle". Erst mit weitem Abstand folgen in der Umfrage "störende Mitreisende" oder "Mängel im Zug". Tatsächlich waren laut Warentest in der ersten Hälfte dieses Jahres nur 77,7 Prozent der ICE-, IC- und EC-Züge pünktlich, die Bahn will eigentlich mehr als 80 Prozent schaffen.

Die Leser-Umfrage der Stiftung Warentest zeigt aber auch, was die Kunden an der Bahn besonders schätzen. Unter den Top-3 der erfreulichen Dinge stehen "komfortables, bequemes Reisen", "freundliche, hilfsbereite Mitarbeiter" und "günstige (Spar-)Preise". Insbesondere bei den Preisen hat die Bahn in den letzten Jahren viel getan. Zwar steigen die Normalpreise langsam und kontinuierlich an, dafür gibt es mittlerweile jede Menge Sparpreise, Sonderaktionen und sonstige Rabattmöglichkeiten. Die Warentester haben sich die Preisgestaltung der Bahn genauer angesehen und geben Tipps, wie man besonders günstig von A nach B fährt.

So viel spart früh buchen

Der Preisvergleich der Stiftung Warentest zeigt: Bahnfahrten, die zum Normalpreis ("Flexpreis") 150 Euro kosten, gibt es als "Aktion" oder "Supersparpreis" teilweise schon für 19,90 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 87 Prozent. Im Schnitt kosteten die Spartickets etwa die Hälfte des Normalpreises. Die günstigsten Tickets bekommt man aber nur, wenn man lange im Voraus bucht: Im Regelfall kann man die Spartickets ab sechs Monate vorher buchen (derzeit nur bis zum Ende des aktuellen Fahrplans am 8. Dezember).

Die günstigsten Reisetage

Für wenig ausgelastete Züge gibt es grundsätzlich mehr Sparpreise als für beliebte Verbindungen. So kann selbst die gleiche Strecke je nach Tag und Uhrzeit ganz unterschiedlich viel kosten. Am günstigsten sind Fahrten am Samstag, Dienstag und Mittwoch, hier betragen die Rabatte oft mehr als 60 Prozent. Sogar, wer erst am Reisetag selbst bucht, kann mit Glück noch vergünstigte Tickets ergattern. Die wenigsten Rabatte gibt es am Freitag, wobei je nach Strecke trotzdem 30 bis 40 Prozent drin sind. Auch am Sonntag sind die Züge voller als sonst.

Voreinstellungen in der Suche ändern

Wer gezielt nach günstigen Fahrten in einem flexiblen Zeitraum suchen will, kann auf der Bahnseite statt der normalen "Reiseauskunft" den "Sparpreis-Finder" wählen. Dort werden die Angebote dann nicht nach Uhrzeit, sondern nach Preis sortiert. Noch günstigere Fahrkarten kann man finden, wenn man den voreingestellten Haken im Kästchen "Schnelle Verbindungen bevorzugen" entfernt. Unter Umständen sind die zusätzlich angezeigten Fahrten gar nicht viel länger, aber deutlich günstiger.

Die Bahncard nutzen

Wer eine 25 oder Bahncard 50 hat, erhält auf alle Sparpreise nochmal 25 Prozent Rabatt. Das günstigste 19,90-Euro-Ticket kostet dann sogar nur noch 14,90 Euro. Die Bahncard 25 kostet derzeit 62 Euro im Jahr. Einen Vorteil, der bislang Bahncard-Kunden vorbehalten war, soll es ab 1. August auch für andere Kunden geben: das Gratis-Cityticket, mit dem am Zielort auch Busse und Straßenbahnen genutzt werden dürfen.

Den kompletten Bahn-Check der Stiftung Warentest gibt es kostenpflichtig auf www.test.de 

Reportage: So sieht es im geheimen Prüflabor der Stiftung Warentest aus

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