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Unesco-Entscheidung: Harzer Wasser wird Weltkulturerbe

Deutschland ist um ein Weltkulturerbe reicher: Die Harzer Wasserwirtschaft ist von der Unesco in die begehrte Liste aufgenommen worden.

Die Unesco hat die Harzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erklärt. Das sagte die Welterbe-Beauftragte der Kultusministerkonferenz der Länder, Birgitta Ringbeck, der Nachrichtenagentur DPA. Damit ist das Wassersystem, das schon vor 800 Jahren Energie für den Bergbau erzeugt hat, künftig Teil der nunmehr 33 Welterbestätten in Deutschland.

Die 21 Experten des Welterbekomitees hätten ihre Entscheidung am Samstag (Ortszeit) in Brasília einstimmig getroffen, teilte die Unesco-Sprecherin Sue Williams mit. Deutschland hatte die Harzer Wasserwirtschaft als Erweiterung der Welterbestätte "Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar" nominiert, die seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört.

Das ausgeklügelte System kleiner Stauseen, Gräben, Stollen und Wasserläufe diente den Bergleuten zur Energieerzeugung. Die wurde für die Förderung von Abbraum und Erzen sowie vor allem für die Entwässerung der Stollen benötigt. Die Wasserwirtschaft ist in Teilen bis heute erhalten und in Betrieb. Sie steht seit Jahrzehnten unter Denkmalschutz.

"Die Aufnahme des größten, seit dem Mittelalter weiter entwickelten montanen Wasserwirtschaftssystems der Welt, ist eine berechtigte Auszeichnung für dieses Meisterwerk menschlicher Schöpfungskraft", sagte Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) am Sonntag. Sie verspreche sich davon eine große Strahlkraft für den Harz.

DPA / DPA

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