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Changi Airport: Singapurs Mega-Airport ist eine tropische Oase – und wurde in fünf Jahren gebaut

Der mehrfach als bester Flughafen der Welt ausgezeichnete Changi Airport in Singapur hat vor seinem Terminal 1 ein gläsernes Herz erhalten: The Jewel, eine grüne Oase mit einem 40 Meter hohen Indoor-Wasserfall.

Passagiere fotografieren den Wasserfall

Der Flughafen mit dem Wow-Effekt: Jewel heißt der neue Glasbau am Terminal 1 des Changi Airport in Singapur

Erst Anfang April stand Singapurs Changi Airport bei der Wahl zum beliebtesten Flughafen der Welt auf dem Siegertreppchen: In der jährlichen Umfrage des Londoner Skytrax-Instituts kürten Millionen von Flugreisenden unter 550 Airports das Drehkreuz im Stadtstaat Singapur erneut zu ihrem Top-Flughafen.

Als ob dieses Ergebnis nicht ausreichte, hat die Flughafenverwaltung in dieser Woche einen Erweiterungsbau für das Publikum eröffnet – beispiellos für die sonst anonyme und austauschbare Flughafen-Welt: das Juwel – auf Englisch "Jewel" genannt.

Der 135.000 Quadratmeter umfassende Rundbau entstand direkt vor Terminal 1 und liegt zwischen Terminal 2 und 3. Damit ist die neue Glaskonstruktion von drei der vier Changi-Terminals aus leicht erreichbar. Zwar gibt es auch einen Ankunftsbereich mit Gepäckbändern, der die Funktionen in Terminal 1 ergänzt und die Kapazitäten erhöht, primär steht das Juwel aber als Areal der Entspannung und des Konsums für Umsteigepassagiere. Die Bauzeit betrug gerade einmal fünf Jahre. Zum Vergleich: Der Berliner Pannenflughafen BER ist seit 13 Jahren im Bau, fertig ist er noch nicht. 

Zeitvertreib auf zehn Ebenen

Auf den fünf über- und fünf unterirdischen Ebenen dreht sich alles nicht nur um Food und Shopping mit 100 verschiedenen Geschäften und Restaurants, sondern vielmehr um tropisches Grün. Singapur liegt in Äquatornähe und dementsprechend tropisch ist hier auch der Regenwald.

Der Architekt Mosche Safdie aus Haida, der bereits 2010 das neue Wahrzeichen Singapurs schuf, das Marina Bay Sands, hat auch den neuen Flughafen-Komplex entworfen. Das Zentrum des Juwels bildet ein Wasserfall, der aus der gläsernen Decke als kreisrunder Vorhang über 40 Meter in die Tiefe rauscht. "Wir können das Volumen und die Fließgeschwindigkeit regulieren. Unter dem Wasserfall haben wir Tanks, die Regenwasser sammeln, damit wir es verwenden können“, erklärte ein Flughafenmitarbeiter CNN.

Umgeben ist dieser optische Blickfang von hängenden Gärten, Blumenbeeten und künstlichen Wäldern, durch die Transitgäste auf mehreren Ebenen wandeln können, inklusive schwankendem Baumwipfelpfad. Das Ganze erinnert stark an Singapurs Garden by the Bay, den botanischen Garten mit zwei große Klimahäusern und seinen trichterförmigen Kunstbäumen, den "Super Trees". 

Auch an eine Übernachtungsmöglichkeit ist gedacht: Auf Ebene 4 hat das erste Yotelair Asiens mit 130 Zimmern eröffnet und macht damit das Juwel zu einer eigenen Destination.

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Nach mehr als sechs Stunden Flugzeit wird es draußen hell. Bis zu 165.000 Liter Kerosin fassen die Tanks der zweimotorigen Maschine. Das verschafft dem Airbus A350 eine Reichweite von bis zu 18.000 Kilometern.
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