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Follow Me: 50 Jahre Boeing 747: Vom Bestseller zum Ladenhüter

Vor genau 50 Jahren rollte der erste Jumbojet aus der Werkshalle: Seitdem gilt die Boeing 747 als Königin der Lüfte. Doch das Flugzeug mit dem markanten Buckel kaufen nur noch Cargo-Airlines. Wir zeigen die schönsten Bilder des legendären Fliegers.  

Juan Trippe und Bill Allen

Blick zurück zu den Anfängen: PanAm-Chef Juan Trippe (rechts) und Boeing-Präsident Bill Allen (links) bei der Rollout-Zeremonie 1968. Die einst führende Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten hatte 1966 als Erstkunde 25 Jumbojets bestellt.

Am Montag, den 30. September 1968, erblickte sie das Licht der Welt: Die erste Boeing 747 feierte ihr Rollout im Werk Everett bei Seattle. Das auch Jumbojet genannte Flugzeug ist nun 50 Jahre alt geworden - und gleichzeitig 50 Jahre jung. Denn seit 1968 gibt es immer wieder neue Varianten der Maschine.

1546 Exemplare haben in den fünf Jahrzehnten die Werkshallen verlassen. Doch inzwischen ist die Produktionsrate auf 0,5 Exemplare pro Monat runtergefahren. Nur noch Frachtfluggesellschaften haben das Modell 747-8 F geordert. Zu den letzten Bestellern gehörte UPS mit 14 Exemplaren. Zu Hochzeiten war mindestens eine Maschine pro Woche fertig und an eine Airline ausgeliefert worden – an insgesamt 90 verschiedene Fluggesellschaften.

Jetzt stehen nur noch gut 20 Jumbos in den Auftragsbüchern von Boeing. Dabei handelt es sich bei der neusten Variante, der Boeing 747-8, um ein fast von Grund auf neu entwickeltes Flugzeug: mit verbesserter Aerodynamik, neuen Triebwerken, verlängertem Rumpf und Upper Deck, neuen Tragflächen und leicht nach oben gebogenen Flügelenden. Mit dem Ur-Jumbo hat die "Dash 8" nur noch die elegante Silhouette als Gemeinsamkeit.

Auch Konkurrent Airbus verzeichnet kaum Neubestellungen für die doppelstöckige A380. Flugzeuge mit mehr als 420 Plätzen verkaufen sich schlecht. Der Trend in der Luftfahrt geht in eine andere Richtung: Mit kleineren Langstreckenflugzeugen werden neue Routen im Nonstop-Verkehr eröffnet. Das vermeidet das Umsteigen an den überfüllten Großflughäfen und macht das Reisen einfacher. 

Die 747 wird trotz ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung vom eigenen Erfolg überrannt. Denn gerade durch die Einführung des Jumbojets wurde das Fliegen für die Passagiere bequemer und der Ticketpreis für jeden erschwinglicher. Mit den massiv erhöhten Flugkapazitäten durch die Einführung dieses Großraumflugzeuges war Fliegen in den 70er Jahren endgültig ein Massenverkehrsmittel geworden. Damals bestellten alle Fluggesellschaften, die etwas von sich hielten, für ihre Langstreckenflotte den Jet mit dem unverwechselbaren Buckel.

Zwar kann sich die 747 nicht mehr größtes Passagierflugzeug der Welt nennen, seitdem der Airbus A380 flügge geworden ist. Aber in Design und Linienführung kann es der Jumbojet noch immer mit jedem Flugzeug aufnehmen: Im Vergleich zum klobigen Airbus A380 ist die Boeing 747-8 an Eleganz nicht zu überbieten.

+++ Lesen Sie auch: "Überführungsflug Boeing 747-8 - Im leeren Jumbojet über den Atlantik" +++

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.