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Follow Me: So eroberte Boeing die Welt im Flug

Der Luftfahrtriese Boeing feiert Jubiläum: Vor 100 Jahren gründete William Boeing, Sohn deutscher Auswanderer, das Unternehmen. Es ist die Geschichte eines amerikanischen Traums - und eines Albtraums. Denn erst durch Kriege ist Boeing groß geworden.

Red Barn des  Museum of Flight in Seattle

Der „Red Barn“ als Grundstein der Boeing Company: Am 15. Juli 1916 wurde in dem ersten Werksschuppen die Pacific Aero Products Company gegründet. Das historische Gebäude steht heute an anderer Stelle und ist Teil des Museum of Flight in Seattle.

Wie Auto, Bahn und Bus gehört das Flugzeug zu den Verkehrsmitteln, die wir für selbstverständlich hinnehmen. Das es überhaupt so weit gekommen ist, verdanken wir vor allem einem Unternehmen: Keine Flugzeugfirma hat das Fliegen so grundlegend verändert wie die Boeing Company

Dabei fing alles ganz klein an: William Boeing, Spross des erfolgreichen Einwanderers Wilhelm Böing aus Hohenlimburg im Sauerland, stieg mit 60 Dollar Eigenkapital in den Holzhandel ein. Sohn "Bill" Boeing konnte schon in Yale studieren, sah 1909 auf der Alaska-Yukon-Pacific-Messe in Seattle zum ersten Mal ein Flugzeug – und wurde vom Flugfieber infiziert.

Bald saß er selbst am Steuer eines Fliegers, entwickelte zusammen mit George Conrad Westervelt das erste „B & W Seaplane“ und gründete am 15. Juli 1916 die Pacific Aero Products Company, die ab 1917 Boeing Airplane Company hieß. Heute ist Boeing der größte Luft- und Raumfahrtkonzern der Welt mit 160.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 96 Milliarden US-Dollar.

Die Fotostrecke zeigt die Meilensteine von Boeings Flugzeugentwicklungen. Traurige Ironie der Geschichte: Von Boeing gebaute Bomber zerstörten am Ende des Zweiten Weltkriegs das kleine Städtchen Hohenlimburg.

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