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FORMEL 1: Gottesdienst für toten Streckenposten

Mit einem Gottesdienst ist am Freitag dem Streckenposten Graham Beveridge gedacht worden, der am Sonntag in Melbourne ums Leben gekommen war.

Mit einem Gottesdienst ist am Freitag dem Streckenposten Graham Beveridge gedacht worden, der am Sonntag beim Großen Preis von Australien in Melbourne ums Leben gekommen war. Bei der Andacht in seiner Heimatstadt Bowral Pfarrer John Livingstone auch einen Brief der Vereinigung der Grand- Prix-Fahrer (GPDA). Darin hieß es unter anderem: »Im Namen der GPDA und aller Formel-1-Fahrer wollen wir unsere tiefste Sympathie aussprechen.« Der Gottesdienst wurde unter anderen von Victorias Sportminister Justin Madden und dem Grand-Prix-Präsidenten von Melbourne, Ron Walker, besucht. Von den Fahrern nahm keiner am Gottesdienst teil

Es wird damit gerechnet, dass alle Fahrer beim Großen Preis von Malaysia (18. März) ein Kondolenzschreiben unterzeichnen werden. Außerdem haben mehrere Piloten bereits für die Familie Beveridges gespendet. In Australien wird ebenfalls für ihn gesammelt, darüber hinaus soll es noch eine Versteigerung von Rennanzügen und Helmen der Formel-1-Fahrer geben.

Beveridge wurde von einem Reifen getroffen, der sich bei einem Unfall von Jacques Villeneuve mit Ralf Schumacher (Kerpen) vom Rennwagen des Kanadiers gelöst hatte.

Der 52-jährige Beveridge, der zuletzt in Queensland im Nordosten Australiens lebte, hatte schon bei vielen Rennen als Streckenposten gearbeitet. Der Rennsportfan hatte seine spätere Frau schon vor fast 30 Jahren zu Autorennen eingeladen, berichtete seine Witwe Karen, die 26 Jahre mit ihm verheiratet war. »Er wurde bei etwas getötet, was er liebte«, sagte sie, »er war nicht zur falschen Zeit am falschen Ort, er war am richtigen Ort, aber zur falschen Zeit.«

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