VG-Wort Pixel

Formel 1 GP von Ungarn - Vettel fährt auf die Pole


Das Red Bull-Team schob eine Nachtschicht, um die fehlenden Sekundenbruchteile aus dem Auto zu kitzeln und Sebastian Vettel dankte es im Qualifying mit der Pole-Position vor Lewis Hamilton im McLaren.

Nach zwei nicht so überzeugenden Rennen hat Sebastian Vettel im Qualifying von Ungarn die passende Antwort gegeben und den wieder erstarkten Lewis Hamilton im McLaren in die Schranken verwiesen und sich die erste Startposition gesichert.

Der Titelverteidiger fuhr auf dem Hungaroring in 1:19,815 Minuten die schnellste Runde. Hamilton war in 1:19,978 Minuten nur unwesentlich langsamer. Dritter wurde Jenson Button im zweiten McLaren.

Auf den Plätzen vier und fünf landeten die beiden Ferrari von Felipe Massa und Fernando Alonso, Mark Webber musste sich mit Rang sechs zufrieden geben. Mercedes-Pilot Nico Rosberg wurde als Siebter zweitbester Deutscher vor Adrian Sutil im Force India. Michael Schumacher belegte im Mercedes den neunten Platz. Lotus-Renault-Pilot Nick Heidfeld wurde 14.

Vettel erleichtert

Wie groß die Erleichterung bei Vettel war, zeigte der große Jubel über den Boxenfunk, als klar war, dass er die schnellste Runde auf den Asphalt gezaubert hatte. "Es war eine tolle Session, vor allem weil die anderen Jungs gestern noch schneller als wir waren", erklärte Vettel in der Pressekonferenz.

Die letzten Rennen hatten schon gezeigt, dass Red Bull seine Dominanz vom Saisonbeginn eingebüßt hatte. Vor allem McLaren war näher herangekommen und diesen Eindruck hatte vor allem Lewis Hamilton auch in den ersten Trainingseinheiten in Ungarn bestätigt.

Nachtschicht zahlt sich aus

Red Bull reagierte mit einer Sonderschicht und ließ die Mechaniker bis tief in die Nacht am Auto tüfteln. Zum ersten Mal in dieser Saison verstieß das Team damit gegen die Sperrstunde, wie der Internationale Automobilverband FIA mitteilte. Die Arbeiten in der Garage dauerten demnach bis über die erlaubte Uhrzeit 2.00 Uhr morgens an. Die Sperrstunden-Regelung gilt seit diesem Jahr. Vier Ausnahmen hat jedes Team zur Verfügung, Red Bull nutzte diese Möglichkeit zum ersten Mal.

"Alle haben in der Nacht viel gearbeitet und wenig geschlafen, das gilt auch für mich. Daher ist die Pole die beste Art und Weise, danke für diesen Einsatz zu sagen. Das Auto war heute Morgen schon viel besser und ich habe mich viel wohler gefühlt", so Vettel. Die Arbeiten zahlten sich aus, denn schon im dritten Trainingslauf war der Weltmeister am schnellsten.

Im Qualifying wurde es dennoch richtig eng. Vor allem im zweiten Umlauf deutete Hamilton an, wie stark der McLaren ist. Auf einer härteren Reifenmischung war der Brite nur unwesentlich langsamer als Vettel mit weichen Pneus. Einen Satz Reifen konnte Hamilton auf diesem Wege für das Rennen sparen.

Im entscheidenden Umlauf reichte es für den McLaren dennoch nicht zur Pole, weil Vettel im letzten Run einmal mehr eine blitzsaubere Runde hinlegte und einen Wimpernschlag schneller war als sein Rivale.

Timo Glock ist derweil auch im elften Versuch in dieser Saison im ersten Qualifikations-Durchgang gescheitert. Er musste sich mit Rang 21 begnügen.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker