VG-Wort Pixel

Formel 1 Vettel siegt in Südkorea - Nächster Titel für Red Bull


Im Qualifying wurde Red Bull noch erstmals in dieser Saison geschlagen, auf die Dominanz im Rennen hatte das aber keinen Einfluss. Sebastian Vettel ging schon in der ersten Runde an Pole-Mann Lewis Hamilton vorbei, gab die Führung nicht mehr aus der Hand und holte auch die Konstrukteurs-WM.

Vor einem Jahr schied Sebastian Vettel in Korea als Führender mit einem Motorschaden aus. Der WM-Traum schien ausgeträumt zu sein, Yeongam hätte für Red Bull zum dunklen Fleck werden können. Doch es kam alles ganz anders, Vettel holte in den letzten beiden Rennen doch noch den Titel, verteidigte diesen in unglaublich souveräner Manier und reiste nun als Doppel-Weltmeister nach Südkorea.

Passend zu dieser Entwicklung siegte Vettel nun auch beim viertletzten Rennen der Saison und holte als Sahnehäubchen zusammen mit Teamkollege Mark Webber (Platz drei) den Konstrukteurs-Titel für Red Bull.

"Der Tag des Teams"

"Ich bin wirklich ganz aus dem Häuschen und überglücklich", sagte der jubelnde Champion. "Es ist heute der Tag des Teams. Das ist ziemlich beeindruckend, was die Jungs geleistet haben. Was für eine Zuverlässigkeit: Die lag ja das ganze Jahr über bei 100 Prozent", fügte Webber hinzu.

Zweiter wurde McLaren-Pilot Lewis Hamilton, Michael Schumacher schied nach einem Unfall in der 17. Runde frühzeitig aus. Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg wurde nur Achter hinter Toro-Rosso-Pilot Jaime Alguersuari. Adrian Sutil im Sahara Force India fuhr auf Platz elf. Für Timo Glock reichte es im unterlegenen Marussia Virgin nur zu Rang 18.

Vettels Traumsaison: 349 Punkte

"Yes, yes, yes, yes", brüllte Vettel nach dem 20. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere über Funk. Das gesamte Rennen am ostchinesischen Meer auf dem Korea International Circuit war eine 308,630 Kilometer lange Demonstration der Stärke des Vettel-Teams. Im 700. Grand Prix von McLaren hatten Japan-Sieger Jenson Button und Pole-Fahrer Hamilton nicht den Hauch einer Siegchance. Ferrari spielte erst spät eine Rolle. Vorjahressieger Fernando Alonso kam erst im zweiten Rennabschnitt in Fahrt, wurde am Ende der 55 Runden aber nur Fünfter.

Vettel baute den immensen und längst nicht mehr einholbaren Vorsprung in der Gesamtwertung mit nun 349 Zählern weiter aus. Nach seinem ersten Sieg in Südkorea, für den der Heppenheimer 1:38:01,994 Stunden benötigte, führt Vettel mit nun 127 Vorsprung auf Jenson Button (McLaren), der Vierter wurde.

Hamilton beschwert sich über Funk

Früh ließen die roten Bullen im zweiten Formel-1-Rennen in Südkorea nach der Vorjahrespremiere ihre Muskeln spielen, nachdem McLaren im Qualifying noch vorne gelegen hatte. Zum ersten Mal in dieser Saison war keiner der beiden Red-Bull-Piloten auf die Pole Position gefahren. Aus seiner perfekten Ausgangslage machte Hamilton indes nichts. Bereits in der ersten Runde schnappte sich Vettel den Briten.

Nach seinem Überholmanöver in der dritten Kurve baute der Doppel-Weltmeister seinen Vorsprung kontinuierlich aus, Hamilton beschwerte sich via Funk über zu wenig Speed seines McLarens. Ohne Druck fuhr Vettel nach zehn Runden bei mehr oder minder gleichbleibender Geschwindigkeit auf und davon. Pro Runde war der Red-Bull-Star etwa eine halbe Sekunde schneller als Hamilton.

Nach sehr schönem und sonnigem Tagesbeginn rund um die Strecke etwa 400 Kilometer von der südkoreanischen Hauptstadt Seoul entfernt, hatte sich das Wetter eine Stunde vor dem Rennstart gedreht. Kurz vor dem Beginn begann es leicht zu regnen. Im Laufe des Rennens behielt aber Red-Bull-Teamchef Christian Horner Recht, der zu Beginn noch auf ein trockenes Rennen gesetzt hatte. Seinem Star-Piloten Vettel waren die Wetter-Kapriolen gleich. Ungefährdet fuhr der Heppenheimer seinen 20. Grand-Prix-Sieg ins Ziel.

Petrov schießt Schumacher ab

Für Rekord-Weltmeister und Vettel-Kumpel Michael Schumacher war das Rennen dagegen nach nur 17 Runden beendet. Renault-Pilot Vitali Petrov war dem 42-Jährigen beim Anbremsen vor einer Kurve kompromisslos ins Heck gefahren. Nach seinem Ausscheiden gab sich der Routinier, der in diesem Jahr selbst einige Zusammenstöße mit Petrov verschuldet hatte, milde. "Gefährlich würde ich nicht sagen. Das sind Rennsituationen, die halt vorkommen", sagte der Mercedes-Pilot.

Nach der folgenden, drei Umläufe dauernden Safety-Car-Phase veränderte sich das Bild nicht: Die Vettel-Show ging unvermindert weiter. Der Champion profitierte dabei vom Kampf Hamiltons gegen Vettels Teamkollege Mark Webber und fuhr ohne Druck vorweg.

Bitter war das 16. Saisonrennen für die Mercedes-Silberpfeile. Neben dem Ausscheiden Schumachers musste sich Teamkollege Nico Rosberg in der letzten Runde zu allem Überfluss auch noch von Toro-Rosso-Pilot Jaime Alguersuari überholen lassen und wurde Achter.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker