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McLaren-Mercedes: "Wir wollen beide Titel holen"

McLaren-Mercedes hat den Schumacher-Triumph der letzten Saison abgehakt: Der WM-Zweite Kimi Räikkönen kündigte Ferrari einen harten Kampf für 2004 an.

Mit einer Kampfansage an Weltmeister Michael Schumacher und Ferrari hat Kimi Räikkönen beim Stars & Cars-Tag lautstarken Beifall beim Silberpfeil-Anhang ausgelöst. "Wir wollen beide Titel holen", kündigte der finnische McLaren-Mercedes-Pilot in Stuttgart den Gewinn der Fahrer- und Konstrukteurs-WM als Ziel für die nächste Formel-1-Saison an. "Wir müssen uns vor niemand verstecken. Nicht vor den Roten aus Maranello und nicht vor Weiß- Blau", sagte dazu Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. DaimlerChrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert teilte mit, der neue Grand-Prix-Bolide MP 4/19 werde in der letzten Novemberwoche erstmals getestet.

Haben die Silberpfeile 2004 eine Chance gegen Ferrari?

"Wir starten, um zu gewinnen"

Haug zog ein positives Saisonfazit trotz des im Endspurt knapp verpassten Titels in der Königsklasse. "Wir waren auf einem guten Weg und haben für Spannung bis in die letzte Kurve gesorgt", sagte er. "Kimi lag im Vorjahr noch 120 Punkte hinter Schumacher, dieses Mal nur zwei." Wenn das Team so weiter mache, sehe es nicht schlecht aus. McLaren-Teamchef Ron Dennis räumte dagegen offen seinen "Frust" über die verpasste WM ein: "Wir starten, um zu gewinnen. Zweiter zu sein, ist nicht genug." Räikönnen war allerdings mit seinem zweiten Rang hinter dem zum sechsten Mal triumphierenden Rekord-Weltmeister Schumacher zufrieden. "Es war eine gute Saison, auch wenn wir die WM nicht gewonnen haben", sagte der 24-Jährige.

Zufrieden mit DTM

Rundum zufrieden konnten die Mercedes-Vertreter mit ihrem Abschneiden in der DTM sein. Hinter Schneider demonstrierten der Niederländer Christijan Albers und der Schweizer Marcel Fässler auf den Rängen zwei und drei die erdrückende Mercedes-Dominanz. Jürgen Hubbert verlieh Schneider für seine Verdienste die Goldene Ehrennadel mit Brillanten.

Frentzen und Heidfeld kein Thema

Keine Hoffnungen auf ein DTM-Cockpit bei Mercedes konnte Haug den beiden Mönchengladbachern Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld machen. "Wir haben ein gutes Team und kein Auto zu besetzen", sagte er. Beide hätten nach ihrem Abschied bei Sauber "noch gute Chancen, weiter Formel 1 zu fahren". Zudem stehe Frentzen mit Opel wegen eines DTM-Engagements in engem Kontakt.

Elmar Dreher, dpa / DPA

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