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Rennsport "Iceman" Räikkönen kehrt in die Formel 1 zurück


Das Comeback von Kimi Räikkönen in der Formel 1 ist perfekt. Der Finne fährt 2012 allerdings nicht für Williams, wie zuletzt spekuliert wurde, sondern für Lotus Renault. Er unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre.

Erst Michael Schumacher, nun Kimi Räikkönen – die Formel 1 freut sich über die Rückkehr des nächsten Altmeisters in die Königsklasse. Zwei Jahre nach seinem Ausstieg und dem Intermezzo in der Rallye-Weltmeisterschaft kehrt der Finne zurück. Er unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre bei Lotus Renault.

Das teilte das Team auf seiner Internetseite mit. Räikkönen bekommt das zweite Cockpit neben dem Russen Vitaly Petrov. "Ich freue mich riesig, nach zwei Jahren Pause in die Formel 1 zurückzukehren und ich bin Lotus Renault dankbar, dass sie mir diese Möglichkeit eröffnen", wird der 32-Jährige auf der Team-Homepage zitiert.

Damit fahren in der kommenden Saison erstmals sechs Weltmeister in der Formel 1. Neben Räikkönen (2007) sind das Sebastian Vettel (2010 und 2011), Michael Schumacher (1994, 1995, 2000 - 2004), Fernando Alonso (2005 und 2006) Lewis Hamilton (2008) und Jenson Button (2009).

Räikkönen hungrig auf die Formel 1

Räikkönen hatte 2007 mit Ferrari den Titel gewonnen und stieg Ende 2009 nach einer enttäuschenden Saison und Platz sechs aus der Königsklasse aus. In 156 Rennen hatte er bis dahin 18 Siege errungen und 62 Podiumsplatzierungen erzielt. 16 Mal stand er auf der Pole Position. Sein Cockpit bei Ferrari übernahm Fernando Alonso.

Im Rallye-Sport suchte Räikkönen sich eine neue Herausforderung. 2010 und 2011 belegte er jeweils den zehnten Platz in der Rallye-WM, seine beste Platzierung war ein fünfter Rang bei der Rallye Türkei. "Die Zeit in der Rallye-WM war eine nützliche Etappe in meiner Karriere, aber ich kann nicht leugnen, dass mein Hunger auf die Formel 1 zuletzt immer größer geworden ist", erklärte Räikkönen auf der Internetseite seines neuen Teams.

Lotus Renault will den nächsten Schritt machen

Lotus Renault belegte in der Team-Weltmeisterschaft im Jahr 2011 den fünften Platz, Petrov landete in der Fahrerwertung auf Rang zehn vor Nick Heidfeld. Mit Räikkönen soll nun der nächste Schritt nach vorne gelingen. Lotus Renault gehört zu 100 Prozent der luxemburgischen Investmentfirma Genii Capital. 2009 hatte Renault 75 Prozent seiner Anteile verkauft, ein Jahr später auch den Rest. Lotus stieg Ende 2010 als Titelsponsor ein.

"Kimis Entscheidung, bei uns in die Formel 1 zurückzukehren, ist der erste Schritt, um in Zukunft ein ernsthafter Herausforderer auf höchstem Niveau zu werden", wurde Gérard Lopez, der Chef von Genii, auf der Team-Homepage zitiert.

Kubica in der Warteschleife

Zuletzt hatte es bei Lotus Renault Irritationen um den eigentlichen Stammpiloten Robert Kubica gegeben.

Der Pole hatte sich Anfang 2011 bei einem Gastauftritt bei einer Rallye in Ligurien schwer verletzt und laboriert seither an Verletzungen im Hand- und Ellbogenbereich. Für Kubica war in der Saison 2011 kurzfristig Nick Heidfeld bei Lotus zum Einsatz gekommen, doch der Deutsche musste nach elf Rennen dem Brasilianer Bruno Senna weichen.

Kubicas Manager hatte jüngst einer Meldung des Renault-Teams widersprochen, wonach der Pole nicht rechtzeitig zu Saisonbeginn fit sein würde. Der Rennstall reagierte überrascht, da Kubicas Management die Pressemeldung Renaults selbst abgesegnet haben soll.

Unabhängig von diesem Streit scheint mit der Verpflichtung Räikkönens eine schnelle Rückkehr von Kubica zu Renault ohnehin vom Tisch zu sein. Die ersten Tests sind für Februar angesetzt, die Saison beginnt am 18. März mit dem Großen Preis von Australien.

Lars Ahrens

sportal.de sportal

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